ISQFD 2020: QFD and Innovation

Löwenburg im Bergpark Wilhelmshoehe © Stadt Kassel; Foto: Weber Fotografie Kassel
The 26th International Symposium on QFD

September 10 – 11, 2020

Kassel, Germany

This Symposium (ISQFD) began as a way for industry experts and academics to exchange ideas and learn from each other in a supportive environment. Celebrating the 26th anniversary, the 2020 ISQFD will have paper presentations, as well as tutorials on subjects important to innovation, business transformation, and value creation using the ISO 16355 QFD standard.

Please join us this September at the famous Gießhaus” of the University of Kassel in Germany. People of all countries and all levels of QFD experience are welcomed at this symposium!

Registration Form as well as further information concerning transportation, venue and accommodation will soon be available.

Call for Papers

Papers of Interest are for example:

  • Papers regarding QFD and Innovation
  • Case Studies from your own projects using QFD
  • Use and dissemination of ISO 16355 Standard
  • Education and Development of QFD Trainings
  • Advanced research on related methodologies
  • Best Practices from industry

Important Dates

  • April 10th, 2020: Deadline Abstract
  • June 15th, 2020: Deadline Full Paper
  • September 1st, 2020: Deadline Camera Ready Paper
  • September 10 – September 11, 2020: ISQFD 2020

General guidelines

  • Abstracts should not exceed a maximum of 500 words, full papers should be 3000-6000 words in length
  • Abstracts as well as full paper should indicate whether it is scientific or practical contribution
  • Submission can be made in English or German
  • Detailed submission guidelines including templates

Further Information

For questions concerning the topics of the confernce or if you need any assistance with organizational topics, please don’t hesitate to contact us.

Call for Papers

Submission Guidelines

Conference Venue

Accomodation

Travelling Guide

Organization Committee

Flyer Download

Flyer International (english)

Flyer German (deutsch)

ISQFD 2015

21. Internationales QFD Symposium

Hangzhou, China

Die Konferenzserie „International Symposium on Quality Function Deployment“ (ISQFD) thematisiert nun seit mehr als 20 Jahren alle Themen aus Praxis und Forschung rund um QFD und fördert den internationalen Austausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern zu diesem Themengebiet. 2015 fand nun das 21. ISQFD von 25. bis 26. September in Hangzhou, China und damit zum zweiten Mal im Reich der Mitte statt. Den insgesamt mehr als 300 Teilnehmern aus China, Deutschland, Hong Kong, Indien, Japan, Malaysia, Thailand und USA wurde durch fünf Keynotes, 22 Vorträgen sowie einer Podiumsdiskussion ein detaillierter und differenzierter Einblick in die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen von QFD gewährt. So zeigte beispielsweise Prof. Dr.  Hisakazu Shindo, in Vertretung des Erfinders von QFD Prof. Dr.  Yoji Akao, die bisherigen und möglichen zukünftigen Entwicklungen von QFD auf. In einer anderen Keynote präsentierte Glenn Mazur den aktuellen Stand der ISO-Norm 16355 – The International Standard for QFD. 

Deutschland war wie schon fast traditionell sehr gut vertreten auf der Konferenz. So konnte Georg Herzwurm seine Expertise als Vorstandssprecher des QFD-Instituts Deutschland und zum global Manufacturing als Vorstandsmitglieder und Clusterdirektor der Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering (GSaME) der Universität Stuttgart bei der Podiumsdiskussion zum Thema „QFD and global manufacturing development“ perfekt einbringen. Wolfram Pietsch begeisterte nahezu die Zuhörer mit seinem Vortrag zur „Analysis of beliefs“, der sehr anschaulich zeigte, dass mehr als eine Befragung oder ein Workshop zur Erhebung der Stimme des Kunden gehört. Der GSaME-Promovierende Tobias Tauterat präsentierte mit Sixten Schockert einen Beitrag zur Klassifikation von unterschiedlicher QFD-Ansätze in der Softwareentwicklung. Beide Beiträge wurden am Ende der Konferenz mit einem „Excellent Paper Award“ ausgezeichnet. Der Artikel von Prof. Pietsch ist für Mitglieder auch im QFD-Forum 30 frei downloadbar.

Am Rande der Konferenz wurde auch der Akao-Prize vergeben. Diese Auszeichnung erhielt in diesem Jahr Dennis Frankos aus den USA, der sich insb. in den USA um QFD verdient gemacht hat. 

Impressionen der ISQFD 2015

ISQFD 2013

19. Internationales QFD Symposium

Santa Fe, New Mexico, USA

Das 19. Internationale QFD Symposium fand am 6.-7. September 2013 Santa Fe, New Mexico, USA statt.  Die Teilnehmer waren teilweise sehr weit gereist, es waren insgesamt gut 30 Teilnehmer aus 11 Ländern vertreten. Zahlenmäßig am größten waren natürlich die Fraktionen des Gastgebers sowie des QFD-Ursprungslandes Japan. Daneben waren QFD-Begeisterte aus Brazilien, China, Deutschland, Hong Kong, Kanada, den Niederlanden, Schweden, Thailand und der Türkei gekommen. Da das sehr schöne Veranstaltungshotel, Hotel Santa Fe, zum Picuris Pueblo gehört, einem von acht indianischen Pueblos in dieser Region, erfuhren die Teilnehmer  zu Anfang eine „Native American blessing“ des sog. „tribal governor“ des Pueblos. 

Damit war es nicht verwunderlich, dass die Konferenz mit Beiträgen durchweg hoher Qualität gläntze.  Insgesamt gab es 19 Vorträge zuzüglich zweier Keynotes Speeches. Prof. Akao blickte dabei zu Anfang  auf die Entwicklung von QFD in den einzelnen Ländern zurück. Dies untermalte er mit sehr vielen Fotos aus den frühen Jahren von QFD, so dass der Beitrag sehr kurzweilig war.  Die vom QFD Insitute ausgezeichnete beste Präsentation der beiden Tagen folgte dann von Kazushi Nagai (Tamagawa University, Japan), der eine Studie zur Verbesserung der Service-Qualität vorstellte, die sich neben den klassischen Qualitätsmethoden QFD und FMEA auch Theorien der nonverbalen Kommunikation bediente. Als den insgesamt besten Beitrag wurden dieses Mal ein junger thailandischer QFD-Praktiker, Pattarit Sahasyodhin von SCG Chemicals, ausgezeichnet. Seine sehr umfangreiche und detaillierte Anwendung von  QFD zur Abfall-Wertsteigerung begeisterte alle. 

Am Rande der Konferenz wurde der Akao-Prize vergeben. In diesem Jahr erhielten unser Vorstandsmitglied Sixten Schockert und Dr. Watanabe aus Japan die Auszeichnung, die bisher 39 Personen, die sich international um QFD verdient gemacht haben erhalten haben. Wir gratulieren natürlich ganz herzlich!

Das nächste internationale QFD Symposium findet vom 4.–5. September 2014 in Istanbul (Türkei) statt. Die  Türkei wird sicher nicht nur ein herzlicher Gastgeber sein.  Sie waren auch in Santa Fe mit drei Teilnehmern und gute Vorträgen vertreten, von daher wird sicherlich auch inhaltlich ein hohes Niveau geboten werden. 

Den abschließenden Worten des Veranstalters, der amerikanischen „Voice  of QFD“, Glenn Mazur, können wir uns  nur anschschließen: „We made new QFD friends, renewed old friendships, and learned from each other, broadening our perspectives and gaining inspiration for innovation. Our heartfelt appreciation to everyone who enriched the Santa Fe events with their participation. If you missed this year’s events, we hope you will join us next year.“

ISQFD 2012: QFD rebirth – Quality Creation in Global Era

18. Internationales QFD Symposium

Tokio, Japan

Das 18. Internationale QFD Symposium fand vom 20.-21. September 2012 in Japan statt. Als Motto wurde „QFD rebirth – Quality Creation in Global Era“ gewählt. Als Konferenzort war ursprünglich die University of Yamanshi, dem „Geburtsort“ von QFD vorgesehen. Das Foto unten links zeigt von links nach rechts Prof. Pietsch (QFD-ID), Prof. Herzwurm (QFD-ID), den Mitbegründer von QFD, Prof. Akao sowie seine Frau, Prof. Shindo (Vizepräsident Yamanshi University, Japan) und Prof. Xiong (Zhejiang University, China) vor dem Eingang der Universität. Da aufgrund der Nachwirkungen des Reaktorunglücks von Fokushima v. a. die internationalen Besucher die Reise nach Japan scheuten, wurde der Konferenzort nach Tokio verlegt, um wegen der besseren Erreichbarkeit zumindest mehr nationale Teilnehmer gewinnen zu können. Da das Symposium von mehr als 100 Personen besucht wurde, kann diese Maßnahme als erfolgreich bezeichnet werden. Allerdings wurde in diesem Jahr auch erstmals kein Akao-Prize vergeben, da potenzielle Preisträger aus den genannten Gründen nicht anreisen wollten oder konnten. Das JUSE (Japenese Assoziation for Scientists and Enginners) stellte für das Symposium seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Auf dem Foto sehen Sie Masami Tata, Representative Managing Director and Secretary General JUSE. 

Wolfram Pietsch, Georg Herzwurm, Yoji Akao, Mrs. Akao, Hisakazu Shindo, Xiong
Masami Tata, Representative Managing Director and Secretary General JUSE

Es wurden 24 Paper angenommen, überwiegend aus Japan, aber immerhin auch Paper aus China, Deutschland, Hong Kong und Mexico. Dazu kommen zwei Keynotes aus Japan und USA sowie zwei japanische Lectures. Prof. Akao (siehe Foto unten links) berichtete über seine Passion zu QFD und die Entstehungsgeschichte von QFD. Tomhorio Takanashi, President von T&T Partners, zeigte einen umfassenden Rahmen für Qualitäts- und Wissensmanagement und die Einbindung von QFD. Norihisa Mimura, Director, Laundry and Cleaner Business Unit, Home Appliances Company, Panasonic Corporation, präsentierte eine interessante QFD Fallstudie aus dem Bereich Marketing. Glenn Mazur (QFDI, USA) berichtete über den Stand der ISO Zertifizierung von QFD und die Verwendung von QFD zur Entwicklung eines kundenorientierten Standards. Zwei Vorstände des QFD Instituts präsentierten ebenfalls Paper: Prof. Dr. Wolfram Pietsch (siehe Foto unten rechts) begeisterte mit einem theoretischen Beitrag: „What ist the spirit of QFD? An epistemological enquiry“. Prof. Dr. Georg Herzwurm zeigte die Anwendung von QFD für Cloud Computing Lösungen.  

Yoji Akao
Wolfram Pietsch

ISQFD 2010

16. Internationales QFD Symposium

Portland, Oregon, USA

Am 24. und 25. September 2010 fand das 16. Internationale Symposium on QFD in Verbindung mit dem 22. amerikanischen QFD-Symposium in Portland, Oregon USA statt. Ca. 70 Teilnehmer aus insgesamt 11 Ländern mit Vorträgen aus Japan, USA, Deutschland, Brasilien, Türkei, Großbrittanien, Thailand und HongKong fanden sich zusammen zum jährlich stattfindenden Treffen der internationalen QFD-Gemeinde. Die Konferenz wurde ausgerichtet von dem amerikanischen QFD Institute unter der Führung von Glenn Mazur.

Die Keynotes zu Anfang waren schon fast traditionell Vorträge von Yoji Akao, dem (Mit-)Erfinder von QFD und Glenn Mazur, der weltweiten „Stimme von QFD“. Beide betonten die Bedeutung des „go to the gemba“, des „zum Kunden vor Ort gehen“ zur Ermittlung der wahren Kundenstimme und auch die ganzheitliche Anwendung von QFD nicht nur zur Produktplanung sondern auch zur Verbesserung des gesamten Entwicklungsprozesses bzw. nahezu aller Unternehmensprozesse. 

Am ersten Tag folgten dann weitere 8 Vorträge. Neben ungewöhnlichen QFD-Anwendungen wie der strategischen Entwicklungsplanung einer Kirchengemeinde lag der Schwerpunkt dabei auf dem Gesundheits- und Bildungssektor sowie der Informationstechnik. Bei letzterem waren auch zwei Vorträge aus Deutschland vertreten, zum einen zur wert- bzw. kundenorientierten Preisfindung von IT-Produkten mit Target Costing und QFD (Georg Herzwurm et.al.), zum anderen zur Auswahl der unternehmensspezifisch wichtigsten Elemente der IT Infrastructure Library (ITIL), dem de-facto Standard für IT Service Management (Wolfram Pietsch). Daneben schimmerte am ersten Tag an vielen Stellen der amerikanische QFD-Ansatz der zertifizierten QFD-Architekten Glenn Mazur und Richard Zultner durch, mit dem Schwerpunkt auf der sog. Maximum Value Table (MVT), eine Art linearem Deployment der wichtigsten Kundenanforderungen in Lösungen oft gänzlich ohne Aufstellung einer House of Quality – Matrix. 

Am zweiten Tag wurde dann das Auditorium aufgeteillt in zwei parallele Tracks mit wiederum jeweils 8 Vorträgen. Hier zeigte sich dann die gesamte Vielschichtigkeit von QFD. Schon fast als klassisch anzusehen sind Anwendungen zur Verbesserung der Servicequalität (Kaneko, Japan) oder zur Produktentwicklung in der chemischen Industrie (Lertchanyakul, Suparnpongs, Thailand). Weitere Beispiele zeigten QFD zur Unterstützung des Policy Managements (Tanaka, Japan), des Marketing-Mix (Sixten Schockert et.al.) und des Geschäftsprozessdesigns (Haraga, Japan). Zudem gab es einige Vorträge mit methodischen Fokus, wie der Anwendung des Analytic Network Process (ANP), einer Weiterentwicklung des Analytic Hierachy Process (AHP) zur Priorisierung (Kasai, Yoshikawa, Watanabe, Shindo, Japan) oder zur Strukturierung von Anforderungen (Refflinghaus et.al., Dortmund) und zur Identifikation von Abhängigkeiten zwischen Anforderungen (Kolbe et.al., Dortmund). Bemerkenswert auch zwei weitere Vorträge zum Einsatz von QFD zur Planung von Trainings bzw. Lehrveranstaltungen (Lars Mautsch et.al. und Nagui et.al., Japan), womit deren Anzahl mit den beiden Beiträgen vom ersten Tag (Chan, Hong Kong und Kapucugil, Türkei) auf insgesamt vier anstieg.    

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion der Vertreter im International Council on QFD (ICQFD) zu aktuellen und zukünftigen Entwicklungen von QFD auch vor dem Hintergrund aktueller Standardisierungsbemühungen der ISO. Ali Ahmady (Ph.D. Candidate von der Wichita State University) bekam für seine Beitrag zur effizienten Kundengruppen-Identifikation den diesjährigen Akao Scholarship Award. Der diesjährige Akao-Preis ging an Carey W. Hepler (USA) für seine Arbeiten im Gesundheitssektor, insbesondere zur Integraion von Marktforschungsaktivitäten und der Szenarienbildung in QFD. 

Mit insgesamt 6 Beiträgen (genauso viele wie der Ausrichter USA) war die deutsche QFD-Community wieder mal in bemerkenswerten Umfang vertreten, nur Japan mit 9 Beiträgen war zahlenmäßig stärker vertreten. Best Paper wurden in diesem Jahr in mehreren Kategorien ausgezeichnet, so auch in der Kategorie „Best University Research Application“ der Beitrag „QFD for Planning the Marketing Mix – Helping Product Managers to mediate between development and marketing“ von S. Schockert, G. Herzwurm, B. Krams, L.O. Mautsch von der Universität Stuttgart und W. Pietsch von der FH Aachen. 

ISQFD 2009

15. Internationales QFD Symposium

Monterrey, Mexiko

Vom 21. und 23. Oktober 2009 fand das 15. Internationale Symposium on QFD in der zweitgrößten mexikanischen Stadt Monterrey an der renommierten Hochschule Monterrey Tech statt. Die Region ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsregionen in ganz Lateinamerika und liegt landschaftlich reizvoll eingebettet in die Kordilleren. 

Die Voraussetzungen waren durch Schweinegrippe und Wirtschaftskrise nicht besonders gut. Es fanden sich dennoch 50 Teilnehmer zur der von der Escuela de Ingeniería Tecnologico de Monterrey – einer der größten Privatuniversitäten Lateinamerikas, und der Latin Amercian Association on QFD (QFDLAT) – organisierten Veranstaltung. Von den 15 Vorträgen kamen vier aus Deutschland, die anderen Beiträge stammten aus Australien, Hong Kong, Italien, Japan,Mexiko und den USA. 

Die Stärke der deutschen QFD-Community im internationalen Konzert zeigte sich in diesem Jahr durch mehrere Ehrungen: Der renommierte Akao-Preis ging dieses Jahr an Prof. Dr. Wolfram Pietsch von der FH Aachen, einem der Mitbegründer des deutschen QFD-Instituts, für seine langjährigen Verdienste um die Förderung und Weiterentwicklung von QFD. Das Stuttgarter Team um Prof. Dr. Herzwurm mit B. Krams und S. Schockert wurde für seinen Vortrag „Cultural influences on globalized QFD projects“ mit einem „Best Paper Award“ ausgezeichnet. Prof. Dr. Georg Herzwurm, Inhaber der Lehrstuhls für ABWL und Wirtschaftsinformatik II sowie Gründer und Sprecher des QFD-Institut Deutschland, wurde in das „Board of Directors“ des International Council for Quality Function Deployment (ICQFD) gewählt. Er damit neben Prof. Yoji Akao und Glenn Mazur verantwortlich für die internationale Koordination von QFD-Aktivitäten, zu denen seit diesem Jahr auch die Mitarbeit in einem ISO-Standardisierungsgremium zu QFD gehören wird.

Die Konferenz wurde mit einem Tutorial zu Hoshin Kanri, der japanischen Variante der Strategieentwicklung und –umsetzung (Policy Management) eröffnet. Die praktischenÜbungen wurden von den Teilnehmern besonders gelobt. 

Im Vortragsprogramm behandelten bemerkenswert viele Papers Problemstellungen mit Bezug zum interkulturellen Management. So berichtete Glenn Mazur in seinen beiden Keynotes über die Anwendung von QFD innerhalb der Marktforschung: einerseits als Grundlage für die Positionierung einer thailändischen Biermarke („Why we drink beer“) in England und anderen Exportländern sowie andererseits authentische „vor-Ort“-Analysen (Gemba visits) in einem multinationalen Kontext für die Positionierung von Industrieanlagen eines schwedischen Maschinenbauunternehmens. Georg Herzwurm stellte seine Forschungsergebnisse zur interkulturellen Ausgestaltung von QFD-Ansätzen vor und Wolfram Pietsch erörterte die Bedeutung ethischer Fragestellung für QFD und deren zielgerichtete Nutzung innerhalb des Produktmanagement im allgemeinen und in Zusammenhang mit QFD im Speziellen. Die besonderen Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit in internationalen Konzernen spielte auch beim Vortrag von Mitarbeitern von Volkswagen Mexico eine Rolle. Bob Hunt von der Marquire University in Australien stellte seine webgestützte Lernplattform für QFD vor, deren beachtliche internationale Nutzung in der Zukunft durch die geplante Übersetzung in Deutsch (QFDID.de) und Spanisch (QFDLAT.com) noch auf eine breitere Grundlage gestellt wird. Die Notwendigkeit der branchenspezifischen Anpassung und Erweiterung von QFD zeigte Norihari Kaneko für die besondere Service-Kultur in Japan am Beispiel von Raumpflege-Dienstleistungen in Krankenhäusern auf – hier ist die unmittelbare Nachvollziehbarkeit von Handlungsanweisungen für das Personal erfolgskritisch. Verständlichkeit ist auch für die Planung und Analyse von Experimenten für die industrielle Massenfertigung von Bedeutung. Dies zeigte Stefan Schurr, Geschäftsführer des deutschen Beratungs- und Softwarehauses Qualica, in beeindruckender Weise mit seinem Vortrag zur Kombination von QFD mit Axiomatischem Design und Design of Experiments (DoE). Für die Qualitätssicherung von Bulkware entwickelte er eine QFD-Matrix, in der Wissenstand farblich markiert und somit übersichtlich dargestellt wird. 

Von allen Teilnehmern des Symposiums wurde die angenehme Atmosphäre während der Konferenz gelobt, die sich u.a. auch durch intensive Diskussionen zu den Vorträgen zeigte. Nach nunmehr 15 Jahren ist die internationale QFD-Community in vielen Ländern etabliert, agil und innovativ sowie last not least fest international verankert.

Von links nach rechts: Herzwurm, Pietsch, Mazur, Frayre, Bosch, Bosch, Hunt

ISQFD 2008

14. Internationales QFD Symposium

Beijing, China

Am 25. und 26. September 2008 fand in Beijing, China, das 14. Internationale QFD Symposium stattfinden. Nachdem bereits in den vergangengen Jahren vermehrt Teilnehmer aus China auf den internationalen QFD-Konferenzen waren betrat die Internationale QFD-Community damit zum ersten Mal das Reich der Mitte.

Über 250 Teilnehmer aus 15 Ländern besuchten das vom  International Council for QFD (ICQFD) und vor Ort von der China Association for Quality (CAQ) organisierte QFD‐Symposium in Peking. Alle 60 Vorträge wurden simultan in Englisch bzw. Chinesisch übersetzt. Deutschland war mit zwei Papers der Uni Stuttgart und einem Paper der FH Aachen vertreten.  

Prof. Xiong Wei von der Zhejiang University überraschte mit einer interessanten Darstellung der Geschichte von QFD in China. Bereits in den 90er Jahren führte u. a. Prof. Akao QFD in China ein. Zahlreiche Publikationen zeugen davon, dass sich auch die Wissenschaft dort schon lange mit QFD beschäftigt. Die Zahl der Unternehmen, die QFD einsetzen, wächst ähnlich rasant wie die gesamte chinesische Wirtschaft. Dies bestätigte auch Frau Ma Lin, die Generalsekretärin der China Association for Quality (CAQ). China befindet sich im QFD‐Aufbruch und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass diese Welle weitere Schwellenländer mit sich zieht: so war u .a. eine Delegation aus Thailand anwesend.

Glenn Mazur aus den USA, der Direktor des International Council for QFD (ICQFD) spannte in seiner Eröffnungskeynote den Bogen von den klassischen 14 Management‐Prinzipien des Qualitätsmanagements von Deming zum modernen QFD. Mazur erläuterte QFD als ein chinesisches Fondue, das nur aus der Kombination der einzelnen Elemente seine volle Qualität entwickelt. Für den erfolgreichsten chinesischen QFD‐Berater, Herr Zhang Xiadong, stellte die Konsistenz des Managements als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für QFDheraus. Dabei unterschied er zwischen der horizontalen Konsistenz entlang des Deployments und der vertikalen Konsistenz hinsichtlich der verschiedenen Zielebenen der Produktentwicklung bis hin zur strategischen Planung.

Auffällig war die überdurchschnittlich hohe Anzahl der Fallstudien aus einer Vielzahl von Branchen, von der Raumfahrt über Automobilindustrie, Bau, Software bis hin zu Hochschulen und anderen Dienstleistern. Die Vorträge zeigten die fortschreitende Differenzierung und Verbreitung von QFD, weniger grundlegende methodische Innovationen: So beschäftigten sich mehrere Vorträge von Prof. Akao und seinen Schülern mit der Weiterentwicklung der Preisbestimmung. Herr Vincent Wiegel stellte die Integration moralischer Kriterien in ein Moral QFD dar. Bemerkenswert ist der Vorschlag von Prof. Lager aus Grenoble, das erste Haus als ‚Customer Understanding Matrix‘ zu bezeichnen und das zweite entsprechend als ‚Process Understanding Matrix‘ u.s.w. Prof. Pietsch erklärte die unterschiedlichen Ausprägungen von QFD, die sich in der aktuellen Diskussion um Advanced und Modern QFD niederschlagen, durch unterschiedliche Kompromisse zwischen Präzision und Vollständigkeit bei der Analyse von Produktanforderungen in verschiedenen nationalen und Unternehmenskulturen. Bob Hunt analysierte die Erfolgsfaktoren von Projekten im Allgemeinen und von QFD‐speziellen in Entwicklungsländern und stellt das enorme Potential dieses Anwendungsfeldes heraus.

Wir sind stolz auf Lars Oliver Mautsch von der Universität Stuttgart, der dieses Jahr den Nachwuchspreis – das Akao Scholarship ‐ nach Deutschland holte und dessen Vortrag auf großes Interesse stieß. Lars Oliver Mautsch, Absolvent des gemeinsamen Master‐Studiengangs Wirtschaftsinformatik der Universitäten Stuttgart und Hohenheim, erhält den mit 2.000 US‐Dollar dotierten Preis für seine Masterarbeit. In dieser Arbeit entwickelte er am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II der Uni Stuttgart eine Erweiterung der Methode für die Konstruktion von betrieblichen Informationssystemen mittels service‐orientierter Architekturen und Software‐Produktlinien. Die Jury lobte v. a. die Anwendung von QFD zur Unterstützung der Identifikation von Services, auf deren Basis an service‐orientierten Architekturen ausgerichtete Softwareproduktlinien entwickelt werden. Der Akao‐Preis ging dieses Jahr an den japanischen Wissenschaftler Prof. Akira Takayanagi.

Bosch, Tamayo‐Enríquez, Akao, Mazur, Lin, Herzwurm
Lars Oliver Mautsch, Akao Scholarship Preisträger 2008

ISQFD 2007

13. Internationales QFD Symposium

Williamsburg, Virginia, USA

Am 7. und 8. September 2007 fand in Williamsburg, Virginia, USA das 13. Internationale QFD Symposium (in Verbindung mit dem 19. nordamerikanischen Symposium) statt. Organisiert wurde es vom QFD Institute und dem International Council for QFD (ICQFD). Insgesamt umfasste das Programm 2 Tutorials, 3 Keynotes und 24 Fallstudien bzw. Forschungsbeiträge zu QFD aus insgesamt acht verschiedenen Ländern. 

Einer der Höhepunkte war dabei sicherlich die Keynote von Thomas L. Saaty, dem Erfinder des Analytic Hierachy Process (AHP), das innerhalb von QFD insb. zur Bewertung der Kundenanforderungen eingesetzt werden kann. Saaty wurde im Rahmen des Symposiums auch der Akao-Prize verliehen. Mit insgesamt 4 Beiträgen – u. a. zum neuen QFD-Wiki des QFD-ID – war Deutschland auch zahlenmäßig sehr gut vertreten. Einen Abstract zu allen Beiträgen können Sie auf den Seiten des amerikanischen QFD Institute einsehen, genauso wie einige Bilder vom Event. 

ISQFD 2006

12. Internationales QFD Symposium

Tokio, Japan

Etwa 160 Teilnehmer besuchten vom 7.-9. September 2006 das zwölfte internationale QFD Symposium in der japanischen Hauptstadt Tokyo. Veranstalter war die Union of Japanese Scientists and Engineers (JUSE), die als Veranstaltungsort die Tamagawa University auswählten, eine ehemalige Wirkungsstätte von QFD-Mitbegründer Prof. Akao.

Wie gewohnt war die Konferenz sehr international ausgerichtet. So kamen die etwa 40 Referenten aus 19 verschiedenen Ländern, wobei die Japaner „naturgemäß“ dominierten. Deutschland war mit drei Referenten sehr gut aufgestellt. Eine Mitarbeiterin von Stefan Schurr (Qualica Consulting) zog dabei mit ihrem Vortrag “Applying QFD and Design For Six Sigma to the Design of the Suspension of a Formula SAE Race Car” viele Zuhörer an. Prof. Dr. Georg Herzwurm (Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Wolfram Pietsch (Fachhochschule Aachen) berichteten in ihren Vorträgen von zwei Projekten des QFD Institut Deutschland e. V., nämlich dem neuen Zertifizierungskonzept des QFD-ID sowie den Ergebnissen des Arbeitskreises QFD Best Practices. Darüber hinaus präsentierten sie eine QFD-Fallstudie zur Anwendung von QFD bei der Dienstleisterauswahl und einen methodischen Beitrag „Automated Induction of Decision Trees – An Advanced Quality Tool“.

In seiner Keynote berichtete Akitoshi Ito (Member of the Board of Directions, Senior Vice President, Nissan Shatai Co., Ltd, Japan) eindrucksvoll von den Qualitäts- und Wettbewerbsvorteilen, die der Automobilhersteller Nissan durch den Einsatz von QFD erzielen konnte.

Zu einem Eklat führte hingegen beinahe die Keynote von Glenn Mazur, (Executive Director, International Council for QFD (ICQFD) und Executive Director, QFD Institute, USA). Zum einen war seine Kritik an QFD hinsichtlich „schlechter Mathematik“ sachlich fehlerhaft und zum anderen bezeichnete er in einer Tabelle die QFD-Ansätze der USA als „Modern QFD“ und die in der restlichen Welt praktizierten QFD-Varianten als „Old Fashioned QFD“. Da war es für die Stimmung im Saal schon gut, dass die japanischen Organisatoren auf jegliche Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Plenum verzichteten. 

Insgesamt zeichneten sich die Beiträge durch eine außerordentlich hohe Qualität aus. Glenn Mazur resümierte zu Recht, dass diese Konferenz qualitativ zu den besten QFD-Symposien überhaupt zählte.

Wie jedes Jahr wurde auch 2006 wieder der Akao-Prize für herausragende Beiträge zur Verbreitung und/oder Weiterentwicklung von QFD vergeben. Preisträger waren diesmal Prof. Verónica González Bosch (ITESM Polytechnic Institute) und Prof. Dr. Toshiyuki Mochimoto (Asahi University bzw. Japan Steel Works).

ISQFD 2005

11. Internationales QFD Symposium

Izmir, Türkei

Vom 26. bis 30. September 2005 fand in Izmir, Türkei, das 11. Internationale Symposium QFD Symposium statt. Organisiert wurde es von der Dokuz Eylul University Faculty of Business. 

Die Rolle von QFD bei Six Sigma und die Anpassung von QFD an eine sich rasch verändernde, globale Wirtschaft waren die zentralen Themen beim elften internationalen QFD-Symposium in der Türkei. Neben der Fertigungsindustrie dominierten einmal mehr die Informationstechnologie und der Dienstleistungssektor als innovative Anwendungsfelder für QFD.

Zwar blieb die Konferenz bezogen auf die Teilnehmerzahlen weit hinter den Erwartungen zurück: Während beim nationalen türkischen QFD Symposium 2002 noch über 350 Teilnehmer kamen, wurde jetzt lediglich weniger als 90 internationale Gäste gezählt. Ursächlich hierfür konnte der unglückliche Umstand sein, dass der ursprüngliche Hauptorganisator, Dr. Fatih Yenginol, überraschend verstarb und die Konferenz daher nur unzureichend beworben wurde. Inhaltlich konnte die Konferenz jedoch überzeugen. 

Während der Begründer von QFD, Prof. Akao, die Bedeutung von QFD beim Wissensmanagement und der Etablierung umfassender Qualitätsmanagementsysteme herausstellte, machte der Direktor des International Council for QFD (ICQFD), Glenn Mazur, deutlich, dass QFD schneller und flexibler gestaltet werden müsse, um den Anforderungen einer volatilen Wirtschaft gerecht zu werden. Infolge der kürzer werdenden Produktlebenszyklen und der verstärkten Produktion in Billiglohnländer steht dabei die Produktentwicklung mit einer gründlichen Analyse der „Voice of the customer“ im Vordergrund. Auf ein geteiltes Echo fiel die Forderung Mazurs, die Mathematik in QFD, z. B. durch die ausschließliche Verwendung kardinaler Werte zu verbessern. Einige Kritiker sahen hierbei eine Scheingenauigkeit, der keine Methode gerecht werden könne. QFD sei in erster Linie ein abteilungsübergreifendes Kommunikations- und Planungsinstrument und keine auf Algorithmen basierende „Entscheidungsmaschine“.

Eine vor allem in den USA, Europa und der Türkei einsetzende bzw. schon länger bestehende „Welle“ ist der Six Sigma Ansatz, der den Anspruch erhebt, TQM abzulösen. Da neben einer Reihe von statistischen Methoden auch QFD Bestandteil der Design for Six Sigma Tollbox ist, hat das starke Interesse der Wirtschaft an Six Sigma in einigen Ländern auch zu einer „Renaissance“ von QFD beigetragen. Beklagt wurde aber allgemein das mangelhafte QFD Know-how vieler Six Sigma Trainer. Nationale und internationale QFD Institute versuchen daher, die Qualität von QFD-Schulungen durch Zertifizierungs- bzw. Akkreditierungsprogramme zu verbessern.

Aus deutscher Sicht erfreulich ist die Tatsache, dass neben dem Gastgeber Türkei und traditionell den Japanern die Deutschen mit vier Vorträgen zu den produktivsten Nationen zählten: Die FH Aachen (Pietsch: Effective Management of Interrelated IT Projects) war hierbei ebenso vertreten wie die Universitäten Dortmund (Refflinghaus: Initiating R&D-Cooperations With Quality Function Deployment) und Stuttgart (Herzwurm: QFD For Services: The Service Matrix-Of-Matrices sowie das Siegener Mittelstandsinstitut mit gleich drei Referenten (Jens, Heupel, Hermes: The Quality Evaluation Card: A Concept Based On The QFD For A Product Development That Is Focused On The Customers And The Assembly).

In der Podiumsdiskussion „What’s going on QFD?” diskutierten unter der Moderation von Glenn Mazur (USA) die Herren Ferguson (UK), Herzwurm (Deutschland), Shindo (Japan), Şen (Türkei) und Zultner (USA) über den aktuellen Stand und die unterschiedliche Anwendung von QFD in der Welt. Dabei wurde deutlich, dass gerade in den Entwicklungs- und Schwellenländern nicht nur mangelnde Ressourcen und fehlendes Wissen, sondern auch kulturelle Besonderheiten die Anwendung von QFD erschweren. Einigkeit herrschte darüber, dass QFD zwar in Ansätze wie TRIZ, Six Sigma etc. integriert werden müsse, dabei aber nicht seine Eigenständigkeit verlieren sollte. Diese gleichzeitige Integrationsfähigkeit und Wahrung der Eigenständigkeit hat schließlich mit dazu beigetragen, dass QFD im Gegensatz zu vielen anderen Methoden auch nach fast 40 Jahren immer noch stark verbreitet und erfolgreich ist.

Der begehrte Akao-Prize für besondere Verdienste um die Verbreitung und Weiterentwicklung von QFD ging in diesem Jahr erstmals an einen bereits Verstorbenen: Dr. Fatih Yenginol von der Dokuz Eylul Universät in Izmir erhielt ihn u. a. für die Einführung von QFD in die Türkei. Er gab auch den Anstoß für die geplante Gründung eines Türkischen QFD Instituts. Der ehemalige Entwicklungschef beim Joint Venture von Nissan und Volkswagen, Dr. Yasuhisa Tsuda aus Japan, der in Deutschland studiert hat und in Berlin promoviert wurde, konnte das Preiskomitee mit der Weiterentwicklung und dem Einsatz von QFD beim Concurrent Engineering überzeugen. Erstmals wurde in diesem Jahr der „Akao Scholarship for QFD“ Award für überragende Leistungen von Studenten vergeben. Gewinner war Yunarso Anang von der University of Yamanashi, Japan, ein Schüler von Prof. Shindo (Vorsitzender des QFD-Komitees im der Union of Japanese Scientists and Engineers – JUSE).