ISQFD 2004

10. Internationales QFD Symposium

Monterrey, Mexiko

Vom 17. bis 19. November 2004 fand an der Technical University of Monterey in Mexiko das 10. Internationale Symposium QFD Symposium statt.

Kurze Zusammenfassung von unserem QFD-ID-Mitglied Silvia Friebel:

Das 10. internationale QFD-Symposium fand in Monterrey statt. Es wurde mit Hilfe der Studenten des ITESM unter der Führung von Veronica Gonzales Bosch organisiert. Ca. 80 Vertreter aus 11 Ländern nahmen an dem Symposium teil. Eröffnet wurde das Symposium von Prof. Yoji Akao, der über QFD und Knowledge Management sprach. Anschließend folgten verschiedene Vorträge in zwei Tracks. Die Vorträge beschäftigten sich unter anderem mit Themen zu Kansai Engineering und dem Einsatz von QFD im Bereich der Software Entwicklung. Der erste Tag schloss mit der Verleihung des Akao Prizes, der Koji Tanaka überreicht wurde. Am zweiten Tag des Symposiums wurde die Pause zwischen den Vorträgen für die Sitzung des ICQFD genutzt. Dabei ging es um die Planung der kommenden Internationalen Symposien. 2005 wird das QFD Symposium in Kusadasi (Türkei) stattfinden, siehe auch www.isqfd2005.org. Die kommenden Jahre werden Japan (2006) und die USA (2007) für die Symposien ausrichten. Für 2008 ist China im Gespräch. Das Symposium endete mit einer Einstimmung auf das kommende Symposium in der Türkei. 

Yoji Akao mit einem Geschenk des QFD-ID überreicht anlässlich der ISQFD 2004.

ISQFD 2002

8. Internationales QFD Symposium

München

Das QFD-Institut Deutschland e. V. veranstaltete im September 2002 das 1. internationale Symposium in Deutschland, München. Am Ende eines teilweise schmerzhaften Begutachtungsprozesses sind drei eingeladene Vorträge, zehn Tutorials und 36 Papers aus den verschiedensten Bereichen in das Konferenzprogramm aufgenommen worden. Die Referenten kamen aus 15 verschiedenen Ländern. Einige prominente Gastredner waren Prof. Udo Lindemann (München), Glenn Mazur (USA) und Prof. Yoji Akao (Japan). Neben den „regulären“ Tutorials wurden erstmals in Deutschland nationale und internationale QFD Zertifizierungskurse angeboten.

Am Ende eines teilweise schmerzhaften Begutachtungsprozesses wurden drei eingeladene Vorträge, zehn Tutorials und 36 Papers aus den verschiedensten Bereichen in das Konferenzprogramm aufgenommen. Die Tatsache, dass die Referenten aus 15 verschiedenen Ländern kommen, zeigt, dass tatsächlich eine sehr internationale Konferenz veranstaltetet wurde. Als prominente Gastredner sprachen Prof. Udo Lindemann (München), Glenn Mazur (USA) und Prof. Yojii Akao (Japan) Erstmals wurden in Deutschland nationale und internationale QFD Zertifizierungskurse angeboten. Die ca. 125 Teilnehmer kamen aus 15 verschiedenen Ländern und den unterschiedlichsten Branchen. Inhaltliche Schwerpunkte waren Erfahrungsberichte über QFD-Anwendungen und Erweiterungen der QFD-Methode (z. B. QFD und Six Sigma).

Am Rande des QFD Symposium fanden auch zwei Preisverleihungen durch Prof. Akao statt: Marius Milde wurde für seine an der TU Dresden angefertigten Diplomarbeit zur Entwicklung eines Prototypen zur Unterstützung des virtuellen QFD mit dem Innovationspreis 2002 des QFD Institut Deutschland ausgezeichnet. Ian Ferguson, (Großbritannien), Bob Hunt (Australien) und Atsushi Ohtaki (Japan) erhielten den Akao Prize 2002 für herausragende Verdienste um die Weiterentwicklung und Verbreitung der QFD-Methode.

Ausführlicher Bericht als PDF

ISQFD 2001

7. Internationales QFD Symposium

Tokio, Japan

Zum zweiten Mal nach 1995 fand das Internationale QFD-Symposium in Japan statt und wurde auch diesmal von der Japanese Union of Scientists and Engineers (JUSE) organisiert.

Leider blieben die Terrorangriffe in den USA nicht ohne Einfluss auf die Veranstaltung. So waren zahlreiche kurzfristige Stornierungen von Referenten und Teilnehmern aus Übersee zu verzeichnen. Trotzdem war die Konferenz mit insgesamt ca. 100 Teilnehmern, davon ca. 25% Nicht-Japaner, noch recht gut besucht. Die Tatsache, dass die Mutter von Prof. Shindo, dem Chairman der Veranstaltung, am Tag vor der Konferenz unerwartet verstarb, trug wohl ebenso dazu bei, dass eine ausgelassene Stimmung wie auf früheren Symposien nicht so recht aufkommen wollte. Das QFD-ID möchte Herrn Prof. Shindo hiermit sein herzliches Beleid aus-richten.

Die Vorträge rekrutierten sich aus 12 Präsentationen aus Übersee (USA; Mexiko, Schweiz, Australien, Deutschland, Brasilien, Schweden), 11 Präsentationen aus Japan sowie 4 Tutorials und eingeladenen Vorträgen (siehe nachfolgendes Inhaltsverzeichnis). Wie immer in Japan handelte es sich dabei um eine ausgewogene Mischung aus Praktikervorträgen und Beiträgen von Universitäten. Die Beiträge waren von außerordentlich hoher Qualität und zählten zum besten, was in den letzten Jahren auf internationalen QFD Symposien geboten wurde. Leider haben jedoch die Praktiker verständlicherweise ihre zahlreichen Praxisbeispiele nicht immer in den Proceedings abbilden lassen. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Verknüpfung von QFD und Managementaktivitäten. Prof. Akao stellte in seiner Hauptrede ein QFD gestütztes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9000:2000 vor. Sechs weitere Beiträge hatten den Beitrag von QFD zur strategischen Planung zum Gegenstand. Beispiele für QFD-Anwendungen kamen nicht nur aus der Fertigungsindustrie. Die Anwendung von QFD für Dienstleistungen wurde immerhin in 3 Beiträgen aufgezeigt und 2 Vorträge hatten die Softwareentwicklung zum Gegenstand. Wie in den vergangenen Jahren spielte die Verknüpfung von QFD und an-deren Methoden eine Rolle. TRIZ war aber dieses Jahr dabei kein besonderes Thema mehr. Glenn Mazur, der Direktor des nordamerikanischen QFD Institutes (QFDIU) und des International Council for QFD (ICQFD), kündigte die Bildung eines „Body of Knowledge“ für QFD an. Geplant sind international standardisierte Kurse, für die ähnlich dem Modell von Six Sigma Teilnehmerzertifikate (grüne, schwarze Gürtel etc.) nach bestimmten Regeln vergeben werden sollen. Nähere Informationen hierzu gibt es im Internet unter http://www.qfdi.org.

Aus lokaler Sicht sind noch die Präsentationen der Herren Apfelbeck (Fernuniversität Hagen) und Dr. Fehlmann (Euro Office AG, Schweiz) erwähnenswert. Herr Apfelbeck berichtete über die Integration von QFD und dem Rollenkonzept, das im Rahmen der objektorientierten Modellierung einsetzt wird. Dr. Fehlmann beeindruckte mit einem Vortrag, in dem er aufzeigte, wie komplexe QFD-Systeme mit Mitteln der Mathematik und der Logik beschrieben und gemanagt werden können. Diese formale, aber dennoch praxisrelevante Perspektive kam ins-besondere bei den Japanern, repräsentiert durch Prof. Akao, sehr gut an. 

Dr. Fehlmann erhielt nach Prof. Herzwurm im letzten Jahr als zweites QFD-ID Mitglied den Akao Prize für besondere Leistungen um die Weiterentwicklung und Verbreitung von QFD. Drei weitere Akao Preise gingen an Japaner, die sich um die QFD-Einführung in Unternehmen, vor allem in den USA, verdient gemacht haben. Zum Thema Preisverleihung sei an die-ser Stelle angemerkt, dass Prof. Akao in diesem Jahr mit der „Distinguished Service Medal“ der American Society for Quality ausgezeichnet wurde.

ISQFD 2000: QFD goes Internet

6. Internationales QFD Symposium

Novi, Michigan, USA

Novi, USA – Die Amerikaner haben die ISQFD’00 gemeinsam mit ihrem zwölften nationalen QFD-Symposium veranstaltet. Im Mittelpunkt standen innovative Anwendungen von QFD wie die Qualitätssicherung von E-Commerce Anwendungen.

Die Zusammensetzung der Teilnehmer war der für diese Konferenzen typische Mix aus Theoretikern und Praktikern aus allen Fachrichtungen und Branchen. Im Gegensatz zu früheren Konferenzen dominierten diesmal die internationalen Gäste zahlenmäßig bei den Rednern und vor allem bei den Teilnehmern. Erstmals waren alle fünf Kontinente vertreten. Neben 13 amerikanischen, sieben ja-panischen und drei australischen Rednern, waren auch Referenten aus der Schweiz, aus Südafrika, der Türkei, Indien, Taiwan, Malaysia, Mexiko und Norwegen vertreten. Aus Deutschland wurden Paper Herzwurm/Dowie/Schockert von Universität Köln bzw. dem QFD Institut Deutschland („Continuous QFD – Employing QFD in case of fuzzy development tasks“) und von Herrn Hoffmann von Fraunhofer Technologiegruppe (TEG) Stuttgart („Strategic Product Family Development by Extending the House of Quality“) vorgestellt. Das QFD-ID war außerdem durch einen sehr interessanten Beitrag des Schweizers Dr. Thomas Fehlmann von der Euro Project Office AG zum Thema „Measuring Competitiveness in Service Design“ vertreten.

Die geringe Teilnehmerzahl der US-Amerikaner lässt sich wahrscheinlich durch die momentane Personalknappheit in vielen dort ansässigen Unternehmen erklären, die einen Freistellung für Konferenzen sehr schwierig macht. Außerdem mehren sich die Stimmen, dass der Konferenzort Novi nach zwölf Jahren langsam an Attraktivität verliert und ein neuer Veranstaltungsort auch neue amerikanische Interessenten anziehen könnte. Entschieden ist diesbezüglich jedoch noch nichts.

Besonderer Aufmerksamkeit wurde dem Thema QFD und E-Business gewidmet. Während einer Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass zugunsten von Schnelligkeit und Technologiegläubigkeit der Kundenutzen und die Qualität bei E-Commerce Anwendungen in allen Ländern gerne vernachlässigt wird. Prof. Akao bezeichnete das Qualitätsmanagement von E-Commerce Anendungen als das wichtigste Aufgabengebiet für QFD in den nächsten Jahren.

ISQFD 1999

5. Internationales QFD Symposium

Belo Horizonte, Brasilien

Mehr als 325 Teilnehmer hatten sich auf der ISQFD’99 zusammengefunden, um gemeinsam mit 30 Rednern aus vier Kontinenten die Entwicklung von QFD als reinem Qualitätssicherungsinstrument zu einem wichtigen Bestandteil des Produktentwicklungsmanagement zu diskutieren.

Bedeutsame inhaltliche Neuigkeiten wurden auf der Konferenz leider nicht geboten. Im wesentlichen wurden die sich bei früheren Konferenzen bereits abzeichnenden Tendenzen bei der Entwicklung von QFD bestätigt. In der Podiumsdiskussion mit wichtigen QFD-Experten verschiedener Nationen (Kaneko in Vertretung für Prof. Ohfuji aus Japan, Jack ReVelle und Richard Zultner aus den USA, Bob Hunt aus Australien und Georg Herzwurm aus Deutschland) wurde wiederholt auf die notwendige und zunehmend in die Praxis umgesetzte Integration von QFD mit Marketing- und Managementmethoden (Hoshin-Planning, Projektmanagement, Marktforschung, Target Costing etc.) hingewiesen. Auch auf die Möglichkeit, daß der zunehmende Einsatz moderner Informationstechnologie (Internet, Daten- und Wissensbanken, Group Decision Support Systems etc.) diese Integration nicht nur unterstützen kann, sondern darüber hinaus zu einem veränderten, d. h. schnelleren, global verteilteren und flexibleren QFD-Prozeß führt, wurde hingewiesen.

Besonderer Aufmerksamkeit wurde wie schon in den vergangenen US-Symposien dem Thema Manchester Strategy gewidmet. John Schuller aus den USA präsentierte noch einmal Fallstudien, welche die erfolgreiche Anwendung der aus der Kriegführung auf den Wettbewerb zwischen Unternehmen übertragenen Marketingstrategie zeigen sollten.