ISQFD 2002

8. Internationales QFD Symposium

München

Das QFD-Institut Deutschland e. V. veranstaltete im September 2002 das 1. internationale Symposium in Deutschland, München. Am Ende eines teilweise schmerzhaften Begutachtungsprozesses sind drei eingeladene Vorträge, zehn Tutorials und 36 Papers aus den verschiedensten Bereichen in das Konferenzprogramm aufgenommen worden. Die Referenten kamen aus 15 verschiedenen Ländern. Einige prominente Gastredner waren Prof. Udo Lindemann (München), Glenn Mazur (USA) und Prof. Yoji Akao (Japan). Neben den „regulären“ Tutorials wurden erstmals in Deutschland nationale und internationale QFD Zertifizierungskurse angeboten.

Am Ende eines teilweise schmerzhaften Begutachtungsprozesses wurden drei eingeladene Vorträge, zehn Tutorials und 36 Papers aus den verschiedensten Bereichen in das Konferenzprogramm aufgenommen. Die Tatsache, dass die Referenten aus 15 verschiedenen Ländern kommen, zeigt, dass tatsächlich eine sehr internationale Konferenz veranstaltetet wurde. Als prominente Gastredner sprachen Prof. Udo Lindemann (München), Glenn Mazur (USA) und Prof. Yojii Akao (Japan) Erstmals wurden in Deutschland nationale und internationale QFD Zertifizierungskurse angeboten. Die ca. 125 Teilnehmer kamen aus 15 verschiedenen Ländern und den unterschiedlichsten Branchen. Inhaltliche Schwerpunkte waren Erfahrungsberichte über QFD-Anwendungen und Erweiterungen der QFD-Methode (z. B. QFD und Six Sigma).

Am Rande des QFD Symposium fanden auch zwei Preisverleihungen durch Prof. Akao statt: Marius Milde wurde für seine an der TU Dresden angefertigten Diplomarbeit zur Entwicklung eines Prototypen zur Unterstützung des virtuellen QFD mit dem Innovationspreis 2002 des QFD Institut Deutschland ausgezeichnet. Ian Ferguson, (Großbritannien), Bob Hunt (Australien) und Atsushi Ohtaki (Japan) erhielten den Akao Prize 2002 für herausragende Verdienste um die Weiterentwicklung und Verbreitung der QFD-Methode.

Ausführlicher Bericht als PDF

6. QFD Symposium, München 2002

Internationales QFD Symposium 2002

Das QFD-Institut Deutschland e. V. veranstaltete im September 2002 das 1. internationale Symposium in Deutschland, München. Am Ende eines teilweise schmerzhaften Begutachtungsprozesses sind drei eingeladene Vorträge, zehn Tutorials und 36 Papers aus den verschiedensten Bereichen in das Konferenzprogramm aufgenommen worden. Die Referenten kamen aus 15 verschiedenen Ländern. Einige prominente Gastredner waren Prof. Udo Lindemann (München), Glenn Mazur (USA) und Prof. Yoji Akao (Japan). Neben den „regulären“ Tutorials wurden erstmals in Deutschland nationale und internationale QFD Zertifizierungskurse angeboten.

Die umfassendste Information zum ISQFD’02 bietet Ihnen der Konferenzband zum ISQFD’02.

Eröffnungspräsentation vom Prof. Dr. Georg Herzwurm (2,02 MB im pdf-Format)
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Kurzbericht zum ISQFD 2002 von Prof. Dr. Georg Herzwurm » weiter

Neue Entwicklungen in Quality Function Deployment
Ein Bericht vom 8. Internationalen Symposium über Quality Function Deployment von Dr. Thomas Fehlmann » weiter

ISQFD 2001

7. Internationales QFD Symposium

Tokio, Japan

Zum zweiten Mal nach 1995 fand das Internationale QFD-Symposium in Japan statt und wurde auch diesmal von der Japanese Union of Scientists and Engineers (JUSE) organisiert.

Leider blieben die Terrorangriffe in den USA nicht ohne Einfluss auf die Veranstaltung. So waren zahlreiche kurzfristige Stornierungen von Referenten und Teilnehmern aus Übersee zu verzeichnen. Trotzdem war die Konferenz mit insgesamt ca. 100 Teilnehmern, davon ca. 25% Nicht-Japaner, noch recht gut besucht. Die Tatsache, dass die Mutter von Prof. Shindo, dem Chairman der Veranstaltung, am Tag vor der Konferenz unerwartet verstarb, trug wohl ebenso dazu bei, dass eine ausgelassene Stimmung wie auf früheren Symposien nicht so recht aufkommen wollte. Das QFD-ID möchte Herrn Prof. Shindo hiermit sein herzliches Beleid aus-richten.

Die Vorträge rekrutierten sich aus 12 Präsentationen aus Übersee (USA; Mexiko, Schweiz, Australien, Deutschland, Brasilien, Schweden), 11 Präsentationen aus Japan sowie 4 Tutorials und eingeladenen Vorträgen (siehe nachfolgendes Inhaltsverzeichnis). Wie immer in Japan handelte es sich dabei um eine ausgewogene Mischung aus Praktikervorträgen und Beiträgen von Universitäten. Die Beiträge waren von außerordentlich hoher Qualität und zählten zum besten, was in den letzten Jahren auf internationalen QFD Symposien geboten wurde. Leider haben jedoch die Praktiker verständlicherweise ihre zahlreichen Praxisbeispiele nicht immer in den Proceedings abbilden lassen. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Verknüpfung von QFD und Managementaktivitäten. Prof. Akao stellte in seiner Hauptrede ein QFD gestütztes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9000:2000 vor. Sechs weitere Beiträge hatten den Beitrag von QFD zur strategischen Planung zum Gegenstand. Beispiele für QFD-Anwendungen kamen nicht nur aus der Fertigungsindustrie. Die Anwendung von QFD für Dienstleistungen wurde immerhin in 3 Beiträgen aufgezeigt und 2 Vorträge hatten die Softwareentwicklung zum Gegenstand. Wie in den vergangenen Jahren spielte die Verknüpfung von QFD und an-deren Methoden eine Rolle. TRIZ war aber dieses Jahr dabei kein besonderes Thema mehr. Glenn Mazur, der Direktor des nordamerikanischen QFD Institutes (QFDIU) und des International Council for QFD (ICQFD), kündigte die Bildung eines „Body of Knowledge“ für QFD an. Geplant sind international standardisierte Kurse, für die ähnlich dem Modell von Six Sigma Teilnehmerzertifikate (grüne, schwarze Gürtel etc.) nach bestimmten Regeln vergeben werden sollen. Nähere Informationen hierzu gibt es im Internet unter http://www.qfdi.org.

Aus lokaler Sicht sind noch die Präsentationen der Herren Apfelbeck (Fernuniversität Hagen) und Dr. Fehlmann (Euro Office AG, Schweiz) erwähnenswert. Herr Apfelbeck berichtete über die Integration von QFD und dem Rollenkonzept, das im Rahmen der objektorientierten Modellierung einsetzt wird. Dr. Fehlmann beeindruckte mit einem Vortrag, in dem er aufzeigte, wie komplexe QFD-Systeme mit Mitteln der Mathematik und der Logik beschrieben und gemanagt werden können. Diese formale, aber dennoch praxisrelevante Perspektive kam ins-besondere bei den Japanern, repräsentiert durch Prof. Akao, sehr gut an. 

Dr. Fehlmann erhielt nach Prof. Herzwurm im letzten Jahr als zweites QFD-ID Mitglied den Akao Prize für besondere Leistungen um die Weiterentwicklung und Verbreitung von QFD. Drei weitere Akao Preise gingen an Japaner, die sich um die QFD-Einführung in Unternehmen, vor allem in den USA, verdient gemacht haben. Zum Thema Preisverleihung sei an die-ser Stelle angemerkt, dass Prof. Akao in diesem Jahr mit der „Distinguished Service Medal“ der American Society for Quality ausgezeichnet wurde.

ISQFD 2000: QFD goes Internet

6. Internationales QFD Symposium

Novi, Michigan, USA

Novi, USA – Die Amerikaner haben die ISQFD’00 gemeinsam mit ihrem zwölften nationalen QFD-Symposium veranstaltet. Im Mittelpunkt standen innovative Anwendungen von QFD wie die Qualitätssicherung von E-Commerce Anwendungen.

Die Zusammensetzung der Teilnehmer war der für diese Konferenzen typische Mix aus Theoretikern und Praktikern aus allen Fachrichtungen und Branchen. Im Gegensatz zu früheren Konferenzen dominierten diesmal die internationalen Gäste zahlenmäßig bei den Rednern und vor allem bei den Teilnehmern. Erstmals waren alle fünf Kontinente vertreten. Neben 13 amerikanischen, sieben ja-panischen und drei australischen Rednern, waren auch Referenten aus der Schweiz, aus Südafrika, der Türkei, Indien, Taiwan, Malaysia, Mexiko und Norwegen vertreten. Aus Deutschland wurden Paper Herzwurm/Dowie/Schockert von Universität Köln bzw. dem QFD Institut Deutschland („Continuous QFD – Employing QFD in case of fuzzy development tasks“) und von Herrn Hoffmann von Fraunhofer Technologiegruppe (TEG) Stuttgart („Strategic Product Family Development by Extending the House of Quality“) vorgestellt. Das QFD-ID war außerdem durch einen sehr interessanten Beitrag des Schweizers Dr. Thomas Fehlmann von der Euro Project Office AG zum Thema „Measuring Competitiveness in Service Design“ vertreten.

Die geringe Teilnehmerzahl der US-Amerikaner lässt sich wahrscheinlich durch die momentane Personalknappheit in vielen dort ansässigen Unternehmen erklären, die einen Freistellung für Konferenzen sehr schwierig macht. Außerdem mehren sich die Stimmen, dass der Konferenzort Novi nach zwölf Jahren langsam an Attraktivität verliert und ein neuer Veranstaltungsort auch neue amerikanische Interessenten anziehen könnte. Entschieden ist diesbezüglich jedoch noch nichts.

Besonderer Aufmerksamkeit wurde dem Thema QFD und E-Business gewidmet. Während einer Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass zugunsten von Schnelligkeit und Technologiegläubigkeit der Kundenutzen und die Qualität bei E-Commerce Anwendungen in allen Ländern gerne vernachlässigt wird. Prof. Akao bezeichnete das Qualitätsmanagement von E-Commerce Anendungen als das wichtigste Aufgabengebiet für QFD in den nächsten Jahren.

5. QFD Symposium, Stuttgart 2000

QFD in der Praxis

Stuttgart – Am 28. und 29. September 2000 veranstaltete das QFD-Institut Deutschland e.V. in Stuttgart das fünfte QFD Symposium. Vor mehr als 40 Teilnehmern aus allen Branchen hielten acht Referenten Vorträge über die Erfahrungen beim Einsatz von QFD. Höhepunkt war zweifelsohne die Anwesenheit von Professor Akao aus Japan, dem Begründer der Methode QFD.

Zu Beginn des Symposiums wurden den Teilnehmern drei Tutorials angeboten:
„QFD-TQM-EFQM“ mit Frau Saatweber, „Advanced QFD mit TRIZ“ mit G.Streckfuss /Dr.R.Herb und Professor Akao (Japan) mit dem Thema: „Method to set up planed quality and price“.

Die Vortragsreihe begann mit einem Beitrag aus einer für viele Teilnehmer ungewöhnlichen Perspektive: QFD in beziehungsorientierten Dienstleistungen. H. Rehn berichtete aus QFD Projekten der Caritas Mainz, die die ganze Bandbreite einer QFD Anwendung bei Dienstleistungen aufzeigte. Es folgte der Beitrag von H. Hefner, Fa. Temic, über die Quantifizierung von Verbesserungsbeiträgen bei der Definition von Qualitätszielen im Rahmen von EFQM.

Am späten Nachmittag wurde der vom QFD Institut gestiftete QFD Innovationspreises 2000 für herausragende Arbeiten an Hochschulen zum Thema QFD verliehen. Den ersten Preis erhielt Andreas Hartmann für die an der Universität Dortmund verfasste Diplomarbeit „Entwicklung und teilweise Implementierung eines Konzeptes zur Verknüpfung der QM-Methoden QFD und FMEA“. Den zweiten Preis erhielt Harald Schlang, Universität zu Köln, für die Diplomarbeit: „Softwareprozessverbesserung mittels QFD. Entwicklung und Erprobung einer Vorgehensweise an Hand einer Fallstudie bei SAP“. Den dritten Platz belegte Volker Zimmermann mit seiner Dissertation (Universität Kaiserslautern) „QFD im Entwicklungsprozess“. Die Preisträger stellten ihre Arbeiten kurz vor und erläuterten ihre Ergebnisse. Die „offizielle“ Preisverleihung fand während des Abendessens statt und wurde durch Prof. Akao vorgenommen. Vor Beginn des Abendessens erhielt Professor Akao das offizielle T-Shirt des QFD Instituts. Es war zuvor von den Vorstandsmitgliedern des Instituts signiert worden (siehe Foto unten).

Der zweiten Tag begann mit dem mit Spannung erwarteten Hauptvortrag von Prof. Akao. Titel des Vortrages: „History und Future of QFD“. Dabei wurden die Entstehung und Weiterentwicklung der Methode detailliert beschrieben und ein Ausblick auf die zukünftige Gestaltung gegeben (siehe Foto unten).

Frau Dr. Kosche (Fa. Electrolux) erläuterte an einem Praxisbeispiel die Verknüpfung von QFD und FMEA in ihrem Unternehmen. Anschließend berichtete Frau Ulrike Dowie (Infineon AG) über die Qualitätsplanung bei E-Commerce Anwendungen mit Continuous QFD.

Nach der Mittagspause wurde von H. Lars Schubert (Delta GmbH) ein virtuelles Prozessmanagement vorgestellt. Anschließend berichtete H. Bartsch (E-Plus) über den Einsatz von QFD bei der Softwareentwicklung und Evaluierung. Rihda Aizis, ein 16-jähriger Schüler, der im Landesjugendwettbewerb „Jugend forscht“ einen Preis gewonnen hat, erläuterte die Vorgehensweise, wie er QFD eingesetzt hat, um einen Roboter für die Reinigung von Glasflächen auf schrägen Dachflächen zu entwickeln. Frau Cincia Ciuffolini von der TÜV Akademie GmbH, München, berichtete über die Erfahrungen des Pilotprojektes „QFD Online lernen“. Dies ist ein neuer Ansatz für die Aus- und Weiterbildung mit Hilfe des Internet.

Auf dem QFD Software Forum stellten die beiden Softwarehersteller, ITI und Qualica, ihre Produkte QFD Capture bzw. Qualica QFD vor und erläuterten die neuen Features In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Anwendung der verschiedenen Softwarepakete erläutert, unter anderem auch MS Excel. Übereinstimmend wurde berichtet, daß eine qualifizierte Software die Anwendung von QFD erheblich erleichtert. Die Firma ITI verloste an beiden Tagen an die Teilnehmer jeweils zwei Lizenzen ihres QFD Anwendungspaketes „QFD Capture“.

Weitere Informationen zum fünften Symposium:
» Kurzbeiträge der Tutorials und Vorträge
» Ergebnisse der Teilnehmerbefragung als PDF-Dokument
» QFD Innovationspreis 2000

ISQFD 1999

5. Internationales QFD Symposium

Belo Horizonte, Brasilien

Mehr als 325 Teilnehmer hatten sich auf der ISQFD’99 zusammengefunden, um gemeinsam mit 30 Rednern aus vier Kontinenten die Entwicklung von QFD als reinem Qualitätssicherungsinstrument zu einem wichtigen Bestandteil des Produktentwicklungsmanagement zu diskutieren.

Bedeutsame inhaltliche Neuigkeiten wurden auf der Konferenz leider nicht geboten. Im wesentlichen wurden die sich bei früheren Konferenzen bereits abzeichnenden Tendenzen bei der Entwicklung von QFD bestätigt. In der Podiumsdiskussion mit wichtigen QFD-Experten verschiedener Nationen (Kaneko in Vertretung für Prof. Ohfuji aus Japan, Jack ReVelle und Richard Zultner aus den USA, Bob Hunt aus Australien und Georg Herzwurm aus Deutschland) wurde wiederholt auf die notwendige und zunehmend in die Praxis umgesetzte Integration von QFD mit Marketing- und Managementmethoden (Hoshin-Planning, Projektmanagement, Marktforschung, Target Costing etc.) hingewiesen. Auch auf die Möglichkeit, daß der zunehmende Einsatz moderner Informationstechnologie (Internet, Daten- und Wissensbanken, Group Decision Support Systems etc.) diese Integration nicht nur unterstützen kann, sondern darüber hinaus zu einem veränderten, d. h. schnelleren, global verteilteren und flexibleren QFD-Prozeß führt, wurde hingewiesen.

Besonderer Aufmerksamkeit wurde wie schon in den vergangenen US-Symposien dem Thema Manchester Strategy gewidmet. John Schuller aus den USA präsentierte noch einmal Fallstudien, welche die erfolgreiche Anwendung der aus der Kriegführung auf den Wettbewerb zwischen Unternehmen übertragenen Marketingstrategie zeigen sollten.

4. QFD Symposium, Köln 1999

QFD in der Praxis

Köln – Schwerpunkt des von mehr als 40 Teilnehmern besuchten vierten Symposiums des QFD Instituts Deutschland e. V. vom 24. bis 25. Juni 1999 in Köln waren traditionsgemäß Praxiserfahrungen mit Quality Function Deployment (QFD) und Weiterentwicklungen dieser kundenorientierten Produktentwicklungs- und Qualitätsplanungsmethode.

Besonders positive Reaktionen der Teilnehmer riefen in diesem Jahr vor allem die Praxisberichte von Fraunhofer TEG, DaimlerChrysler, Rademacher & Partner sowie Endres und Hauser hervor. Die Verbreitung derartiger erfolgreicher Demonstrationen des Potentials der QFD-Methode über viele Branchen und Problembereiche in der Praxis war dann auch eine vielfach gestellte Anforderung an das QFD Institut Deutschland, die jetzt zügig in die Tat umgesetzt werden soll.

Frau Jutta Saatweber (ISC Ingenieurbüro Consulting) eröffnete die Konferenz mit einem oft vernachlässigten Blick auf die frühen Phasen des QFD-Prozesses. Sie zeigte anhand von Praxisbeispielen die vielfältigen Möglichkeiten zur methodischen und zielgerichteten Informationsbeschaffung auf.

Dr. Thomas Fehlmann (Euro Project Office AG) zeigte anhand der Analyse von Kundenanforderungen für zur elektronischen Abwicklung von Geschäften im Internet (E-Commerce) Methoden, wie man in dynamischen Umfeldern Kundenanforderungen nicht nur versteht, sondern auch systematisch Risiken managt. Eine Herausforderung, der sich viele Firmen nicht nur in der Softwareentwicklung zunehmend zu stellen haben.

Herr Rust vom Fraunhofer Insitut Produktionstechnik und Automatisierung zeigte, wie sich der QFD-Prozeß durch den systematischen und zielgerichteten Einsatz von Softwarewerkzeugen effizienter gestalten läßt.

Herr Schockert von der Universität zu Köln berichtete von den Ergebnissen des Arbeitskreises „QFD in der Softwareentwicklung“. Er machte deutlich, daß QFD ohne weiteres auch für die Entwicklung von Softwareprodukten eingesetzt werden kann, auch wenn diese Branche bislang eher zurückhaltend ist, was den Einsatz von QFD und anderen Qualitätsmanagementmethoden anbelangt.

Einer der Höhepunkte des QFD-Symposiums waren die Vorträge von Akao-Preisträger Richard Zultner vom amerikanischen QFD Institute bzw. Zultner & Company. Zultner zeigte eindrucksvoll, daß man mit QFD nicht qualitativ hochwertige Produkte planen und zufriedenere Kunden gewinnen kann. Auch eine drastische Verkürzung der Entwicklungszeiten durch Schedule Deployment wurde anhand von Fallbeispielen nachgewiesen. Aufgrund der äußerst positiven Erfahrungen der letzten Jahre wird auch beim nächsten QFD-Symposium wieder ein internationaler Gastredner eingeladen werden.

Herr Kiehne von Fraunhofer TEG demonstrierte anhand eines Praxisbeispiels (Dentalarbeitsplatz) eindrucksvoll die Verknüpfung von QFD mit Marketingmethoden (z. B. Motivansatz).

Herr Köber von der DaimlerChrysler AG zanhand eines Dachträgersystems eigte einen modifizierten QFD-Ansatz für den Fahrzeugbau, dessen Grundideen beispielsweise bezüglich des Alternativen- bzw. Konzeptvergleiches sicherlich auch für andere Branchen interessant sind.

Herr Czech von Radermacher & Partner berichtete von den Erfahrungen mit einer Prozeß-QFD bei einem Automobilzulieferer

Herr Benz zeigte einen pragmatischen, aber überaus überzeugenden und erfolgreichen QFD-Ansatz beim Entwurf von Testsystemen im Betriebsmittelbau, der trotz des scheinbar „exotischen“ Anwendungsbereiches wertvolle Anregungen für die Integration von Kosten-/Risiken- und Nutzenbetrachtung mit QFD lieferte.

Aktuelle Berichte vom amerikanischen QFD-Symposium in Novi durch Herrn Prof. Pietsch (FH Aachen) gehörten ebenso zum abwechslungsreichen Tagungsprogramm wie eine kontroverse Podiumsdiskussion zu aktuellen QFD-Themen.

3. QFD Symposium, Mannheim 1998

QFD: Kundenanforderungen verstehen und umsetzen in innovative Produkte und Dienstleistungen

Mannheim – Schwerpunkt des von über 50 Teilnehmern besuchten dritten Symposiums des QFD Instituts Deutschland e. V. vom 24. bis 25. Juni 1998 in Mannheim waren Praxiserfahrungen mit Quality Function Deployment (QFD) und Weiterentwicklungen der Methode.

Neben Praxisbeispielen von BMW, Unisys und Mannesmann Mobilfunk, der Vorstellung einer empirischen Studie der Universität zu Köln über Erfolgsfaktoren von QFD-Projekten und einem Bericht über das amerikanische QFD-Symposium in Novi, stand eine Podiumsdiskussion auf dem Programm, in der kritisch über die weit verbreitete Zahlengläubigkeit bei der Interpretation von QFD-Ergebnissen diskutiert wurde.

Höhepunkt des QFD-Symposiums war der Vortrag von Glenn Mazur, dem Chef des amerikanischen QFD Institute und Geschäftsführer des International Council for QFD (ICQFD). Mazur korrigierte in seinem Vortrag nicht nur einige falsche Vorstellungen von der Geschichte der QFD-Methode, sondern zeigte in beeindruckender Weise die Möglichkeiten von QFD jenseits des House of Quality auf. Die Weiterentwicklung von QFD wird insbesondere durch die Integration moderner Ansätze wie dem Kansei Engineering geprägt, das zu Produkten führen soll, die gezielt alle sechs Sinne des Kunden ansprechen. Aber auch die Symbiose von QFD und TRIZ ist weiter vorangeschritten. TRIZ ist eine Methode zur systematischen Innovationsfindung über die Auflösung von Widersprüchen. TRIZ basiert auf der Analyse von über 2,5 Millionen Patenten und den hierbei ermittelten Gesetzmäßigkeiten bei der Generierung neuer, umwälzender Ideen. So war es nicht verwunderlich, das auch das TRIZ-Tutorial von Dr. Herb bei den Teilnehmern auf große Resonanz stieß.

Aufgrund der äußerst positiven Erfahrungen der letzten Jahre wird auch beim nächsten QFD-Symposium (voraussichtlich im Juni 1999 in Köln) wieder ein internationaler Gastredner eingeladen. Richard Zultner aus den USA (der Erfinder des „Blitz-QFD“), dem in diesem Jahr vom ICQFD der Akao Prize verliehen wurde, hat hierzu seine Teilnahme bereits zugesagt. Wer selbst einen Vortrag auf dem nächsten Symposium halten möchte, kann sich mit einer Kurzbeschreibung des geplanten Beitrages bis Ende Januar 1999 an das QFD Institut Deutschland wenden.

2. QFD Symposium, München 1997

QFD: „Der Kunde hilft sparen“

München – Insgesamt 39 Teilnehmer besuchten das zweite Symposium des QFD Instituts Deutschland e. V. vom 12. bis 13. Juni 1997 in München. Schwerpunkt des Symposiums waren Praxiserfahrungen mit der Einführung und Anwendung von QFD.

Neben Tutorials für Anfänger und Fortgeschrittene fand ein Workshop zum Thema QFD-Software statt, bei dem die Ergebnisse einer Untersuchung der Universität zu Köln über Kundenanforderungen und Kundenzufriedenheit von QFD-Tool Anwendern vorgestellt wurden und die dazu Anbieter Stellung beziehen konnten. 

Die Vorträge am zweiten Symposiumtag vermittelten ein Bild über den State of the Art der nationalen und internationalen QFD-Anwendung. In Deutschland repräsentieren die 82 Mitglieder des QFD-ID wahrscheinlich typische QFD-Anwender. Die Mitglieder kommen sowohl aus Unternehmen der Fertigungsindustrie (Automobil, Elektronik/Elektrotechnik, Maschinenbau etc.) als auch aus der Software- und Dienstleistungsbranche. 

Berichtet wurde ferner über die weltweiten Aktivitäten des sogenannten International House of Quality, in dem Vertreter aus Japan, den USA, Australien, Brasilien etc. zwecks Förderung der QFD-Methode kooperieren. Das QFD-ID ist über seinen Vorstandssprecher in diesem Gremium vertreten, das u. a. die internationalen QFD-Symposien organisiert.

Intensiver Gegenstand zahlreicher Diskussionen waren die unterschiedlichen Wege zur QFD Implementierung im Unternehmen. Sollte QFD im kleinen Kreis durch interessierte Mitarbeiter eingeführt werden (bottom up) oder die Einführung lieber auf Initiative von oben als Projekt organisiert werden (top down)? Ein gewisser Konsens konnte dahingehend erzielt werden, daß QFD Bestandteil der normalen Entwicklungstätigkeit sein sollte und in das betriebliche Qualitätsmanagementsystem integriert werden muß. 

In diesem Zusammenhang wurden auch neue Wege zur Integration weiterer Methoden in QFD diskutiert. Insbesondere das aus der ehemaligen UdSSR stammende und v. a. in den USA momentan hoch aktuelle Thema TRIZ stieß auf das Interesse der Teilnehmer. TRIZ ist eine Methode zur systematischen Innovationsfindung über die Auflösung von Widersprüchen. TRIZ basiert auf der Analyse von über 2,5 Millionen Patenten und den hierbei ermittelten Gesetzmäßigkeiten bei der Generierung neuer, umwälzender Ideen. 

Aufgrund der überaus positiven Resonanz der Teilnehmer wurde entschieden, auch im nächsten Jahr wieder ein QFD-ID Symposium zu veranstalten (18. bis 19. Juni 1998 in Mannheim). Die vergleichsweise kleine Teilnehmerzahl (beim amerikanischen QFD-Symposium waren ca. 250 Teilnehmer) ermöglichte den intensiven Erfahrungsaustausch während der Vorträge und in den Pausen. Deshalb wurde erwogen, auch im nächsten Jahr wieder auf große Werbemaßnahmen zu verzichten (in diesem Jahr wurden weder große Mailingaktionen gestartet noch eine einzige Anzeige geschaltet) und statt dessen ernsthaft interessierte QFD-Anwender zusammenzuführen.

1. QFD Symposium, Köln 1996

A symposion organized by BIFOA (Betriebswirtschaftliches Institut für Organisation und Automation an der Universität Köln)

General

Quality Function Deployment (QFD) is a technique used in Japan and USA for decades now to establish communication channels and establish a level of common understanding between customers and technicians.

QFD is of the method of choice for companies such as Hewlett-Packard and Anderson Consulting, among many others from various areas, to define appropriate levels of functionalities for their products and services. For reasons that are difficult to assess, it is not yet commonly used in Germany (and possibly other countries of Europe). Yet its proven benefits include the ability to distinguish between features that are technically feasible and those that are needed by the customer.

Figure 1: Features without QFD
Figure 2: Features with QFD

This was demonstrated in several studies presented at the symposium, and is common practice within several industries in Japnn and USA.

The Situation in Europe

Despite the apparant advantages of the approach, this practice still isn’t widely adopted in Europe. Several isolated spots exist, such as with Hewlett-Packard and Boehninger Mannheim, but certainly not (yet?) as a mainstream technique. The reasons why Europe is late, and what makes it more difficult for Europeans than for other folks to adopt that technique, has been widely discussed.

QFD is a technique that creates common understanding between different views. It’s most common application is to reconciliate the standpoints of the customer with those of the design engineer („1st House Of Quality“, see also Figure 1 and Figure 2). This requires a cultural change that replaces authority by responsibility, command by cooperation, belief by inquiry, and this seems in European industries less developed than in some oversea countries. Also, QFD is related to process management and process control, and again, here Europes is not on the forefront of innovation.

Is QFD applicable in the services industry?

QFD has been very successfully applied for software product development, but no examples have been cited at the symposium that illustrate its usefulness for service definitions. The author knows among other of an example conducted for DEC’s Multivendor Customer Service that proved to be helpful in defining the service portfolio, but its real power is deployed only if firmly connected to the project management methodology used wihin the company, such as demonstrated by Boehninger Mannheim and Hewlett Packard.

Recommendation

For the UNISYS Proposal Centre, QFD offers very interesting potential benefits: If time is scarce, and not everything is known about a customer that we plan to offer a project proposal, and a feasibility study is needed (as mandated per the world wide ISG BID process), the QFD approach could save

  • Time for designing the proposal
  • Effort for conducting a feasibility study
  • Reduce costly features elsewise included in the offer
  • Thus also reduce the costs of the proposed solution
  • Enhance the quality of the offer by focusing it to the customers need
  • Thus finally increase our chances to win

All this looks promising enough to justify serious trials.

In order to support such trials, the Proposal Centre will offer moderated QFD sessions, either by our own quality consultants, or by experienced moderators from outside UNISYS.

Bericht von Dr. Fehlmann, Euro Project Office AG