ISQFD 2012: QFD rebirth – Quality Creation in Global Era

18. Internationales QFD Symposium

Tokio, Japan

Das 18. Internationale QFD Symposium fand vom 20.-21. September 2012 in Japan statt. Als Motto wurde „QFD rebirth – Quality Creation in Global Era“ gewählt. Als Konferenzort war ursprünglich die University of Yamanshi, dem „Geburtsort“ von QFD vorgesehen. Das Foto unten links zeigt von links nach rechts Prof. Pietsch (QFD-ID), Prof. Herzwurm (QFD-ID), den Mitbegründer von QFD, Prof. Akao sowie seine Frau, Prof. Shindo (Vizepräsident Yamanshi University, Japan) und Prof. Xiong (Zhejiang University, China) vor dem Eingang der Universität. Da aufgrund der Nachwirkungen des Reaktorunglücks von Fokushima v. a. die internationalen Besucher die Reise nach Japan scheuten, wurde der Konferenzort nach Tokio verlegt, um wegen der besseren Erreichbarkeit zumindest mehr nationale Teilnehmer gewinnen zu können. Da das Symposium von mehr als 100 Personen besucht wurde, kann diese Maßnahme als erfolgreich bezeichnet werden. Allerdings wurde in diesem Jahr auch erstmals kein Akao-Prize vergeben, da potenzielle Preisträger aus den genannten Gründen nicht anreisen wollten oder konnten. Das JUSE (Japenese Assoziation for Scientists and Enginners) stellte für das Symposium seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Auf dem Foto sehen Sie Masami Tata, Representative Managing Director and Secretary General JUSE. 

Wolfram Pietsch, Georg Herzwurm, Yoji Akao, Mrs. Akao, Hisakazu Shindo, Xiong
Masami Tata, Representative Managing Director and Secretary General JUSE

Es wurden 24 Paper angenommen, überwiegend aus Japan, aber immerhin auch Paper aus China, Deutschland, Hong Kong und Mexico. Dazu kommen zwei Keynotes aus Japan und USA sowie zwei japanische Lectures. Prof. Akao (siehe Foto unten links) berichtete über seine Passion zu QFD und die Entstehungsgeschichte von QFD. Tomhorio Takanashi, President von T&T Partners, zeigte einen umfassenden Rahmen für Qualitäts- und Wissensmanagement und die Einbindung von QFD. Norihisa Mimura, Director, Laundry and Cleaner Business Unit, Home Appliances Company, Panasonic Corporation, präsentierte eine interessante QFD Fallstudie aus dem Bereich Marketing. Glenn Mazur (QFDI, USA) berichtete über den Stand der ISO Zertifizierung von QFD und die Verwendung von QFD zur Entwicklung eines kundenorientierten Standards. Zwei Vorstände des QFD Instituts präsentierten ebenfalls Paper: Prof. Dr. Wolfram Pietsch (siehe Foto unten rechts) begeisterte mit einem theoretischen Beitrag: „What ist the spirit of QFD? An epistemological enquiry“. Prof. Dr. Georg Herzwurm zeigte die Anwendung von QFD für Cloud Computing Lösungen.  

Yoji Akao
Wolfram Pietsch

5. QFD Best Practice Workshop, Darmstadt 2012

Der 5. QFD-ID Best Practice Workshop hat am 24. Mai 2012 in Darmstadt bei der SCHENCK RoTec GmbH stattgefunden. 

Die Teilnahme an dem Workshop war für Mitglieder des QFD-ID selbstverständlich kostenlos. Für Nicht-Mitglieder wurde (wie auch in Zukunft) eine Aufwandspauschale von 50 EUR erhoben (Der Mitgliedsbeitrag des QFD-ID ist 30 EUR).  Folgendes Programm wurde präsentiert:

VonDauerVortragende/ rThemaFirma
10:3000:25Dr. ScheitheBegrüßung und UnternehmensdarstellungSchenck RoTec GmbH
10:5500:10Wolfram PietschQFD Best Practice und ZertifizierungQFD-Institut Deutschland e.V.
11:0500:35Robert RefflingausAnforderungsmanagement bei intralogistischen AnlagenRIF Dortmund
11:4000:10Pause
11:5000:35Jaroslav Doc. MachanEinsatz von QFD für die Bewertung von Innovationen und anschließenden Aktivitäten in der FahrzeugentwicklungŠkoda Auto a.s. (CZ)
12:2501:00Mittagspause
13:2501:00Werksführung Schenck RoTec Darmstadt
14:2500:35Heiko Matheis
QFD-basierte Produktentwicklung in einem Unternehmensnetzwerk

DITF Denkendorf
15:0000:35Björn FalkPerceived Quality Deployment
RWTH Aachen
15:3500:20Pause
15:5500:35Reik ReinholdAuswahl eines CRM-Systems mittels AHP und QFD-Systematik
Hager + Elsässer GmbH
16:3000:35Thomas Fehlmann
Umfragegestützte agile Softwareentwicklung
Euro Project Office Zürich
17:0501:00Wolfram PietschZusammenfassung und AbschlussQFD-Institut Deutschland e.V.

11. QFD-Symposium, Stuttgart 2011

17. International QFD Symposium ISQFD’11:
Achieving Sustainability with QFD

QFD has proven to foster customer-oriented design of products and services in almost any industry and country. QFD is integral part of any Six Sigma initiative, of Agile Software Development methods, of product and service improvements. However it is not only the design itself that makes the success of QFD. It is the process and the underlying paradigm. QFD-based designs go far beyond short-term facelifts. Long-term value and sound product development processes are the keys for sustainable success. The 17th International QFD conference will highlight, explain and develop sustainable development of products and services with QFD.

In conjunction with ISQFD’11 the QFD-ID Innovation price 2011 has been awarded. The QFD-ID Innovation price honors scientific works for their outstanding contribution to the development  of QFD. Now the winners have been announced:

1st placeDr. Andreas HelferichDissertation:„Software Mass Customization: Übertragung des Konzepts der individualisierten Massenfertigung auf Softwareprodukte“
2nd placeDr. Bettina SchleidtDissertation:„Kompetenzen für Ingenieure in der unternehmensübergreifenden virtuellen Produktentwicklung“
3rd placeDaniela Maria GötzDissertation:„Relevanz von Quality Function Deployment für Serviceinnovationen“


The 17th international Symposium on QFD, September, 21st – 23rd 2011, took place in Stuttgart, Europe’s leading high-tech region and Germany’s strongest commercial metropolitan area. The Symposium is arranged by QFD-Institut Deutschland e.V. in collaboration with the International Council for Quality Function Deployment (ICQFD), the Universität Stuttgart and the Fraunhofer Institute for Manufacturing and Automation, IPA. It represents the most important academic event in the matter of QFD by far and occurs yearly. Especially it offers the rare opportunity to get in contact with Yoji Akao, the co-founder of QFD, and Glenn Mazur, the worldwide “voice of QFD”. The key note speech will be held by Engelbert Westkämper, Head of Fraunhofer Institute for Manufacturing and Automation, IPA. The Akao prize dinner will be held in the new castle which is depicted below..

ISQFD 2010

16. Internationales QFD Symposium

Portland, Oregon, USA

Am 24. und 25. September 2010 fand das 16. Internationale Symposium on QFD in Verbindung mit dem 22. amerikanischen QFD-Symposium in Portland, Oregon USA statt. Ca. 70 Teilnehmer aus insgesamt 11 Ländern mit Vorträgen aus Japan, USA, Deutschland, Brasilien, Türkei, Großbrittanien, Thailand und HongKong fanden sich zusammen zum jährlich stattfindenden Treffen der internationalen QFD-Gemeinde. Die Konferenz wurde ausgerichtet von dem amerikanischen QFD Institute unter der Führung von Glenn Mazur.

Die Keynotes zu Anfang waren schon fast traditionell Vorträge von Yoji Akao, dem (Mit-)Erfinder von QFD und Glenn Mazur, der weltweiten „Stimme von QFD“. Beide betonten die Bedeutung des „go to the gemba“, des „zum Kunden vor Ort gehen“ zur Ermittlung der wahren Kundenstimme und auch die ganzheitliche Anwendung von QFD nicht nur zur Produktplanung sondern auch zur Verbesserung des gesamten Entwicklungsprozesses bzw. nahezu aller Unternehmensprozesse. 

Am ersten Tag folgten dann weitere 8 Vorträge. Neben ungewöhnlichen QFD-Anwendungen wie der strategischen Entwicklungsplanung einer Kirchengemeinde lag der Schwerpunkt dabei auf dem Gesundheits- und Bildungssektor sowie der Informationstechnik. Bei letzterem waren auch zwei Vorträge aus Deutschland vertreten, zum einen zur wert- bzw. kundenorientierten Preisfindung von IT-Produkten mit Target Costing und QFD (Georg Herzwurm et.al.), zum anderen zur Auswahl der unternehmensspezifisch wichtigsten Elemente der IT Infrastructure Library (ITIL), dem de-facto Standard für IT Service Management (Wolfram Pietsch). Daneben schimmerte am ersten Tag an vielen Stellen der amerikanische QFD-Ansatz der zertifizierten QFD-Architekten Glenn Mazur und Richard Zultner durch, mit dem Schwerpunkt auf der sog. Maximum Value Table (MVT), eine Art linearem Deployment der wichtigsten Kundenanforderungen in Lösungen oft gänzlich ohne Aufstellung einer House of Quality – Matrix. 

Am zweiten Tag wurde dann das Auditorium aufgeteillt in zwei parallele Tracks mit wiederum jeweils 8 Vorträgen. Hier zeigte sich dann die gesamte Vielschichtigkeit von QFD. Schon fast als klassisch anzusehen sind Anwendungen zur Verbesserung der Servicequalität (Kaneko, Japan) oder zur Produktentwicklung in der chemischen Industrie (Lertchanyakul, Suparnpongs, Thailand). Weitere Beispiele zeigten QFD zur Unterstützung des Policy Managements (Tanaka, Japan), des Marketing-Mix (Sixten Schockert et.al.) und des Geschäftsprozessdesigns (Haraga, Japan). Zudem gab es einige Vorträge mit methodischen Fokus, wie der Anwendung des Analytic Network Process (ANP), einer Weiterentwicklung des Analytic Hierachy Process (AHP) zur Priorisierung (Kasai, Yoshikawa, Watanabe, Shindo, Japan) oder zur Strukturierung von Anforderungen (Refflinghaus et.al., Dortmund) und zur Identifikation von Abhängigkeiten zwischen Anforderungen (Kolbe et.al., Dortmund). Bemerkenswert auch zwei weitere Vorträge zum Einsatz von QFD zur Planung von Trainings bzw. Lehrveranstaltungen (Lars Mautsch et.al. und Nagui et.al., Japan), womit deren Anzahl mit den beiden Beiträgen vom ersten Tag (Chan, Hong Kong und Kapucugil, Türkei) auf insgesamt vier anstieg.    

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion der Vertreter im International Council on QFD (ICQFD) zu aktuellen und zukünftigen Entwicklungen von QFD auch vor dem Hintergrund aktueller Standardisierungsbemühungen der ISO. Ali Ahmady (Ph.D. Candidate von der Wichita State University) bekam für seine Beitrag zur effizienten Kundengruppen-Identifikation den diesjährigen Akao Scholarship Award. Der diesjährige Akao-Preis ging an Carey W. Hepler (USA) für seine Arbeiten im Gesundheitssektor, insbesondere zur Integraion von Marktforschungsaktivitäten und der Szenarienbildung in QFD. 

Mit insgesamt 6 Beiträgen (genauso viele wie der Ausrichter USA) war die deutsche QFD-Community wieder mal in bemerkenswerten Umfang vertreten, nur Japan mit 9 Beiträgen war zahlenmäßig stärker vertreten. Best Paper wurden in diesem Jahr in mehreren Kategorien ausgezeichnet, so auch in der Kategorie „Best University Research Application“ der Beitrag „QFD for Planning the Marketing Mix – Helping Product Managers to mediate between development and marketing“ von S. Schockert, G. Herzwurm, B. Krams, L.O. Mautsch von der Universität Stuttgart und W. Pietsch von der FH Aachen. 

4. QFD Best Practice Workshop, Ingolstadt 2010

Das QFD-ID veranstaltete am 05.11.2010 im GVZ Hotel beim Audi Werk in Ingolstadt in Kooperation mit der AutoUni den 4. QFD Best Practice Workshop 2010, den zweiten in diesem Jahr. 
Mit rund 40 Teilnehmern war der Raum bis auf den letzten Platz ausgelastet. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kamen aus dem VW-Konzern, aber nicht nur Mitarbeiter dieses korporativen QFD-ID-Mitgliedes sprach unsere Veranstaltung an. Nach dem mit rund 30 Teilnehmern ebenfalls gut besuchten 3. QFD Best Practice Workshop im Frühjahr in Wolfsburg bot sich nun auch den QFD-Interessierten im süddeutschen Raum die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Zu der halbtägigen Veranstaltung waren drei Referenten eingeladen, nur ein Referent davon aus der Automobilindustrie. So konnte ein breites Spektrum von Themen rund um QFD diskutiert werden.
QFD-ID Mitglied Benedikt Krams von der Uni Stuttgart trug die Ergebnisse einer Analyse von QFD-Anwendungen in unterschiedlichen Kulturräumen vor. Grundlage für die Einordnung in den kulturellen Zusammenhang waren bei dieser Analyse die Arbeiten von Hofstede. Der Vortrag zeigte Möglichkeiten auf, die kulturellen Gegebenheiten bei der Planung von QFD zu berücksichtigen. In der Teilnehmerdiskussion spielten die Besonderheiten der Kulturen z. B. in Indien eine große Rolle. Benedikt Krams wurde mit dem 3. Grad (QFD Moderator) ausgezeichnet.
QFD-ID Vorstandsmitglied Dr. Thomas Fehlmann vom Euro Project Office forderte die Teilnehmer auf, die Risiken in ihren Bewertungen und Entscheidungen zu hinterfragen. Am Beispiel der unter QFD-Anwendern weit verbreiteten Priorisierungsmethode „Paarweiser Vergleich“ stellte Herr Fehlmann dar, wie Irrtümer oder Flüchtigkeitsfehler zu Inkonsistenzen in den Bewertungen führen können, die auf den ersten Blick nicht auffallen. Folge davon können Fehlentscheidungen sein. Allerdings muss bei subjektiven Bewertungen eine geringe Inkonsistenz als Unschärfe akzeptiert werden, da exakte Messwerte für die Gewichtungen nicht vorhanden sind. Die bereits in der Medizin zur Vermeidung von Fehlentscheidungen seit Langem eingesetzte Methode „AHP – Analytic Hierarchy Process“ ermöglicht es, die Konsistenz von Bewertungen zu berechnen und auszuweisen, so dass es möglich ist, die natürliche Unschärfe subjektiver Bewertungen zuzulassen, Fehlentscheidungen aufgrund zu großer Inkonsistenzen jedoch zu vermeiden. In der Teilnehmerdiskussion zeigte sich großes Interesse daran, auch QFD Bewertungen auf Konsistenz zu überprüfen.
Schließlich stellte Dr. Kai Nitsche, Black Belt bei BMW, ein QFD-Anwendungsbeispiel im größeren Rahmen von Design For Six Sigma (DFSS) vor. DFSS als Weiterentwicklung der Six Sigma Philosophie in Richtung Prävention statt Reaktion hat zum Ziel, die Erfüllung der Kundenansprüche auf der Basis einer abgesicherten Konstruktion mit der maximalen Prozesssicherheit zu gewährleisten – und fängt daher mit der Erfassung und Priorisierung der Kundenansprüche an. Die Ableitung der Kundenansprüche über mehrere Ebenen bis hin zu Prozessmerkmalen im Herstellprozess ist mit QFD möglich, wird aber nicht in jeder QFD-Anwendung durchgeführt – getreu der Leitlinie, dass Methoden nicht um ihrer selbst Willen angewendet werden, sondern um konkrete Probleme zu lösen. In der Teilnehmerdiskussion standen die Beherrschung der komplexen Aufgabe und der dafür nötige Ressourceneinsatz sowie die Software-Unterstützung im Vordergrund. Das Projekt läuft bei BMW noch weiter, und wir wünschen weiterhin viel Erfolg.
Im Teilnehmerfeedback wurden die praxisorientierten Vorträge hervorgehoben und die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches gelobt. 

3. QFD Best Practice Workshop, Wolfsburg 2010

Das QFD-ID veranstaltete am 15.06.2010 von 13:00 bis ca. 16:00 Uhr die dritte QFD Best Practice Veranstaltung in Verbindung mit einer außerordentlichen Zertifizierung. Die Veranstaltung fand mit insgesamt 34 Teilnehmern auf Einladung unseres Vorstandsmitglieds Dietmar Zander bei der Volkswagen AG in Wolfsburg statt.  

Gerhard Lichtenecker (Magna E Cars Systems) präsentierte dabei einen QFD-Ansatz zur Strukturierung von Six Sigma Projekten, wodurch er zum QFD-Moderator zertifiziert wurde. Unser langjähriger QFD-Architekt Gerd Streckfuss (IQM) stellte die Verbindung von TRIZ und QFD heraus indem er TRIZ Parameter/TRIZ Prinzipien im House of Quality aufzeigte. Schließlich stellte Stefan Schurr (Qualica) seinen Ansatz zur integrierten Ausbildung von QFD und Design for Six Sigma vor. Das Qualica QFD/DFSS Training wurde als fünftes Qualifikationskonzept im Rahmen der Zertifizierungsinitiative des QFD-ID akkreditiert und Herr Schurr damit zum insgesamt 15. (!) QFD-Architekten. Zudem begrüßen wir drei neue QFD-Förderer.    

Im Anschluss an den Workshop fand am 16.-17.06.2010 an der Autouni in Wolfsburg die Deutsche TRIZ Konferenz 2010 statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des europäischen TRIZ-Centrums.

ISQFD 2009

15. Internationales QFD Symposium

Monterrey, Mexiko

Vom 21. und 23. Oktober 2009 fand das 15. Internationale Symposium on QFD in der zweitgrößten mexikanischen Stadt Monterrey an der renommierten Hochschule Monterrey Tech statt. Die Region ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsregionen in ganz Lateinamerika und liegt landschaftlich reizvoll eingebettet in die Kordilleren. 

Die Voraussetzungen waren durch Schweinegrippe und Wirtschaftskrise nicht besonders gut. Es fanden sich dennoch 50 Teilnehmer zur der von der Escuela de Ingeniería Tecnologico de Monterrey – einer der größten Privatuniversitäten Lateinamerikas, und der Latin Amercian Association on QFD (QFDLAT) – organisierten Veranstaltung. Von den 15 Vorträgen kamen vier aus Deutschland, die anderen Beiträge stammten aus Australien, Hong Kong, Italien, Japan,Mexiko und den USA. 

Die Stärke der deutschen QFD-Community im internationalen Konzert zeigte sich in diesem Jahr durch mehrere Ehrungen: Der renommierte Akao-Preis ging dieses Jahr an Prof. Dr. Wolfram Pietsch von der FH Aachen, einem der Mitbegründer des deutschen QFD-Instituts, für seine langjährigen Verdienste um die Förderung und Weiterentwicklung von QFD. Das Stuttgarter Team um Prof. Dr. Herzwurm mit B. Krams und S. Schockert wurde für seinen Vortrag „Cultural influences on globalized QFD projects“ mit einem „Best Paper Award“ ausgezeichnet. Prof. Dr. Georg Herzwurm, Inhaber der Lehrstuhls für ABWL und Wirtschaftsinformatik II sowie Gründer und Sprecher des QFD-Institut Deutschland, wurde in das „Board of Directors“ des International Council for Quality Function Deployment (ICQFD) gewählt. Er damit neben Prof. Yoji Akao und Glenn Mazur verantwortlich für die internationale Koordination von QFD-Aktivitäten, zu denen seit diesem Jahr auch die Mitarbeit in einem ISO-Standardisierungsgremium zu QFD gehören wird.

Die Konferenz wurde mit einem Tutorial zu Hoshin Kanri, der japanischen Variante der Strategieentwicklung und –umsetzung (Policy Management) eröffnet. Die praktischenÜbungen wurden von den Teilnehmern besonders gelobt. 

Im Vortragsprogramm behandelten bemerkenswert viele Papers Problemstellungen mit Bezug zum interkulturellen Management. So berichtete Glenn Mazur in seinen beiden Keynotes über die Anwendung von QFD innerhalb der Marktforschung: einerseits als Grundlage für die Positionierung einer thailändischen Biermarke („Why we drink beer“) in England und anderen Exportländern sowie andererseits authentische „vor-Ort“-Analysen (Gemba visits) in einem multinationalen Kontext für die Positionierung von Industrieanlagen eines schwedischen Maschinenbauunternehmens. Georg Herzwurm stellte seine Forschungsergebnisse zur interkulturellen Ausgestaltung von QFD-Ansätzen vor und Wolfram Pietsch erörterte die Bedeutung ethischer Fragestellung für QFD und deren zielgerichtete Nutzung innerhalb des Produktmanagement im allgemeinen und in Zusammenhang mit QFD im Speziellen. Die besonderen Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit in internationalen Konzernen spielte auch beim Vortrag von Mitarbeitern von Volkswagen Mexico eine Rolle. Bob Hunt von der Marquire University in Australien stellte seine webgestützte Lernplattform für QFD vor, deren beachtliche internationale Nutzung in der Zukunft durch die geplante Übersetzung in Deutsch (QFDID.de) und Spanisch (QFDLAT.com) noch auf eine breitere Grundlage gestellt wird. Die Notwendigkeit der branchenspezifischen Anpassung und Erweiterung von QFD zeigte Norihari Kaneko für die besondere Service-Kultur in Japan am Beispiel von Raumpflege-Dienstleistungen in Krankenhäusern auf – hier ist die unmittelbare Nachvollziehbarkeit von Handlungsanweisungen für das Personal erfolgskritisch. Verständlichkeit ist auch für die Planung und Analyse von Experimenten für die industrielle Massenfertigung von Bedeutung. Dies zeigte Stefan Schurr, Geschäftsführer des deutschen Beratungs- und Softwarehauses Qualica, in beeindruckender Weise mit seinem Vortrag zur Kombination von QFD mit Axiomatischem Design und Design of Experiments (DoE). Für die Qualitätssicherung von Bulkware entwickelte er eine QFD-Matrix, in der Wissenstand farblich markiert und somit übersichtlich dargestellt wird. 

Von allen Teilnehmern des Symposiums wurde die angenehme Atmosphäre während der Konferenz gelobt, die sich u.a. auch durch intensive Diskussionen zu den Vorträgen zeigte. Nach nunmehr 15 Jahren ist die internationale QFD-Community in vielen Ländern etabliert, agil und innovativ sowie last not least fest international verankert.

Von links nach rechts: Herzwurm, Pietsch, Mazur, Frayre, Bosch, Bosch, Hunt

10. QFD-Symposium, Wolfsburg 2009

QFD Symposium 2009 in Wolfsburg: „Der Kunde hilft sparen!“

Die nationale QFD-Konferenz 2009 fand am 1. und 2. Oktober 2009 in Kooperation mit der Autouni in Wolfsburg statt. Das Motto lautete: „Der Kunde hilft sparen!“

Ein gutes Verständnis der Kundenanforderungen und ihrer wirtschaftlichen Umsetzung ist notwendig, um Produkte und Dienstleistungen zielgerichtet zu entwickeln, zu verbessern und zu einem vom Kunden akzeptierten Preis anzubieten. QFD stellt das Rückgrat moderner Produktentwicklungs- und Qualitätsmanagementmethoden dar. Mit der AutoUni in Wolfsburg (www.autouni.de) boten wir neben einer interessanten Fachtagung mit Beiträgen aus verschiedenen Branchen und der Forschung auch ein attraktives Rahmenprogramm.

Tutorials – Donnerstag, 1.10.2009 vormittags

9-12 Uhr: QFD-Tutorial I mit Zertifizierung (1. Stufe): Einführung in QFDG. Herzwurm / W. Pietsch – QFD-ID
9-12 Uhr: QFD-Tutorial II mit Zertifizierung (1. Stufe): SKODA AUTO und Uni – mit QFD zum Auto des Jahres 2020 J. Machan / J. Tobiska – SKODA
8:30-12 Uhr: QFD-Tutorial III: AHP und Eigenvektoren in der Sofware-QFD T. Fehlmann – Euro Project Office
9-12 Uhr: QFD-Tutorial IV: Strategic Planning with Hoshin KanriG. Mazur – Japan Business Consultants

Konferenzprogramm 1.10.2009 nachmittags

13:15 Uhr: Keynote I – Why we drink beer: Using QFD, Kansei, and AHP to Understand How Consumers identify with BrandsGlenn Mazur – QFD Institute
14:50 Uhr: Einbringen von Kundenzufriedenheitsdaten in Design und Auslegung von Fahrzeugprojekten A. Wilhelm – Volkswagen AG
15:40 Uhr: QFD in der Prozessoptimierung bei ebayA. Bellabarba, C. Rath – ebay
16:30 Uhr: Pluralismus der QFD-Ansätze – Systematischer ErklärungsversuchW. Pietsch – FH Aachen
17:20 Uhr: Verleihung des QFD-Innovationspreises 2009 – Anwendung von QFD zur Erweiterung und Neugestaltung einer geburtshilflichen Abteilung im KrankenhausVortrag der Preisträgerin: MBA Claudia Welz-Spiegel

Konferenzprogramm 2.10.2009 vormittags

8:30 Uhr: Keynote II: Usability of QFD and organisational implicationsThomas Lager – B&L Innovation AB / Grenoble Ecole de Management
9:30 Uhr: Wie QFD die Auslegung moderner Achs- und Lenkungskonzepte beeinflussen kann R. Matawa – TÜV Süd
10:20 Uhr: Vitalisierung von B2B-Beziehungen mit Success Resource Deployment D. Schneider – Kube e.V.
11:10 Uhr: Modell zur Strukturierung von Anforderungen an intralogistische Anlagen im Vorfeld einer QFDH.-A. Crosstack, S. Klute, R. Refflinghaus – Universität Dortmund
12:00 Uhr: Kundenbedürfnisse bewerten: Ist eine aussagefähige Gewichtung machbar und sinnvoll? G. Streckfuss
12:45 Uhr: Abschluss der KonferenzG. Herzwurm

Rahmenprogramm

Donnerstag 1.10.2009, 18:30 Uhr:Mitgliederversammlung des QFD-Institut Deutschland e.V.
Freitag 2.10.2009,
14:00 Uhr:
Erlebnis Autostadt – ein Instrument der Kundenbindung (S. Heumann – Volkswagen)
Freitag 2.10.2009,
15:00 Uhr:
Besichtigung der Autostadt

Veranstaltungsort 

Die Autouni befindet sich in einem attraktiven Neubau auf dem MobilLifeCampus in der Nähe der Autobahnabfahrt. Die Besucheradresse lautet MobileLifeCampus, Hermann-Münch-Str. 1, 38440 Wolfsburg.

Im Rahmen der Veranstaltung war am Nachmittag des 2.10.09 auch die Gelegenheit die Autostadt in Wolfsburg kennen zu lernen, wo sich die Marken des Volkswagen Konzerns in einer einmaligen Anlage präsentieren. Die Autostadt lädt zu einer Reise in die Welt der Mobilität ein: In einer großen Parklandschaft zeigen Ausstellungen Klassiker der Automobilgeschichte und illustrieren, warum sie in ihrer Zeit Maßstäbe setzten. Kunstwerke und Filme regen zur Auseinandersetzung an; Forschungsstationen laden zum Mitmachen ein.

2. QFD Best Practice Workshop, Lipsheim 2009

Das QFD-ID veranstaltete am 11.03.2009 von 10:00 bis ca. 18:00 Uhr die zweite QFD Best Practice Veranstaltung in Verbindung mit einer außerordentlichen Zertifizierung. Die Veranstaltung fand  auf Einladung unseres verdienten Mitgliedes Dipl.-Ing. Monika Thiess (zertifizierte QFD-Moderatorin) in den Räumen der Firma GAGGENAU (BSH Bosch) in Lipsheim bei Strassburg mit folgender Agenda statt.

10:00 M. Thiess (Gaggenau / BSH) QFD für High-End Küchengeräte
10:40 D. Zander (Volkswagen ) – Zertifizierung von QFD-Experten bei VW
11:20 L. Mautsch (Universität Stuttgart)- Einsatz von QFD in der Softwareindustrie
12:15 Mittagessen
13:15 Werksbesichtigung Gaggenau
15:00 L. Simons (TU Delft) – Extending QFD for ethical and ‚green‘ requirements
16:00 E. Mayer (MECS) – Lieferantenauswahlprozess im Outsourcing Prozess
17:00 T. Fischer (five i’s innovation) – Mehrstufiges Deployment in der Textilindustrie

Insgesamt nahmen 25 QFD-Begeisterte an der Veranstaltung teil. Die Beiträge waren sehr vielschichtig und anspruchsvoll, im Anschluss enstanden jeweils lebhafte Diskussionen. Das QFD-ID wird diese Art der Veranstaltungen insbesondere in Jahren, in den kein nationales Symposium stattfindet weiterhin veranstalten. 

1. QFD Best Practice Workshop, Aachen 2008

Das QFD-ID veranstaltete am 12.12 von 10:30 bis 13:00 Uhr in Aachen den 1. QFD Best Practice Veranstaltung in Verbindung mit einer außerordentlichen Zertifizierung.

Die Veranstaltung fand am 12. Dezember von 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr auf Einladung unseres Vorstandsmitgliedes Wolfram Pietsch in den Räumen der Fachhochschule Aachen in der Eupener Str. 70 in Raum 226 statt. 

Folgenden Mitgliedern des QFD-ID wurden zu qualifizierten Fachvortrag über eine erfolgreiche QFD-Anwendung eingeladen:

10:30 Andreas Helferich: QFD in der Weiterentwicklung von Standardsoftware im Rechenzentrumsbetrieb
11:10 Kaffeepause
11:20 Stefan Jesse: Einsatz von QFD für die Entwicklung eines Wasserzählers und eines globalen Intranets
12:00 Kaffeepause
12:10 Frank Lauter: Bewertung von Prozessverbesserungsmaßnahmen mit QFD bei T- Systems
13:00 Mittagessen in der Mensa