11. QFD-Symposium, Stuttgart 2011

17. International QFD Symposium ISQFD’11:
Achieving Sustainability with QFD

QFD has proven to foster customer-oriented design of products and services in almost any industry and country. QFD is integral part of any Six Sigma initiative, of Agile Software Development methods, of product and service improvements. However it is not only the design itself that makes the success of QFD. It is the process and the underlying paradigm. QFD-based designs go far beyond short-term facelifts. Long-term value and sound product development processes are the keys for sustainable success. The 17th International QFD conference will highlight, explain and develop sustainable development of products and services with QFD.

In conjunction with ISQFD’11 the QFD-ID Innovation price 2011 has been awarded. The QFD-ID Innovation price honors scientific works for their outstanding contribution to the development  of QFD. Now the winners have been announced:

1st placeDr. Andreas HelferichDissertation:„Software Mass Customization: Übertragung des Konzepts der individualisierten Massenfertigung auf Softwareprodukte“
2nd placeDr. Bettina SchleidtDissertation:„Kompetenzen für Ingenieure in der unternehmensübergreifenden virtuellen Produktentwicklung“
3rd placeDaniela Maria GötzDissertation:„Relevanz von Quality Function Deployment für Serviceinnovationen“


The 17th international Symposium on QFD, September, 21st – 23rd 2011, took place in Stuttgart, Europe’s leading high-tech region and Germany’s strongest commercial metropolitan area. The Symposium is arranged by QFD-Institut Deutschland e.V. in collaboration with the International Council for Quality Function Deployment (ICQFD), the Universität Stuttgart and the Fraunhofer Institute for Manufacturing and Automation, IPA. It represents the most important academic event in the matter of QFD by far and occurs yearly. Especially it offers the rare opportunity to get in contact with Yoji Akao, the co-founder of QFD, and Glenn Mazur, the worldwide “voice of QFD”. The key note speech will be held by Engelbert Westkämper, Head of Fraunhofer Institute for Manufacturing and Automation, IPA. The Akao prize dinner will be held in the new castle which is depicted below..

4. QFD Best Practice Workshop, Ingolstadt 2010

Das QFD-ID veranstaltete am 05.11.2010 im GVZ Hotel beim Audi Werk in Ingolstadt in Kooperation mit der AutoUni den 4. QFD Best Practice Workshop 2010, den zweiten in diesem Jahr. 
Mit rund 40 Teilnehmern war der Raum bis auf den letzten Platz ausgelastet. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kamen aus dem VW-Konzern, aber nicht nur Mitarbeiter dieses korporativen QFD-ID-Mitgliedes sprach unsere Veranstaltung an. Nach dem mit rund 30 Teilnehmern ebenfalls gut besuchten 3. QFD Best Practice Workshop im Frühjahr in Wolfsburg bot sich nun auch den QFD-Interessierten im süddeutschen Raum die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Zu der halbtägigen Veranstaltung waren drei Referenten eingeladen, nur ein Referent davon aus der Automobilindustrie. So konnte ein breites Spektrum von Themen rund um QFD diskutiert werden.
QFD-ID Mitglied Benedikt Krams von der Uni Stuttgart trug die Ergebnisse einer Analyse von QFD-Anwendungen in unterschiedlichen Kulturräumen vor. Grundlage für die Einordnung in den kulturellen Zusammenhang waren bei dieser Analyse die Arbeiten von Hofstede. Der Vortrag zeigte Möglichkeiten auf, die kulturellen Gegebenheiten bei der Planung von QFD zu berücksichtigen. In der Teilnehmerdiskussion spielten die Besonderheiten der Kulturen z. B. in Indien eine große Rolle. Benedikt Krams wurde mit dem 3. Grad (QFD Moderator) ausgezeichnet.
QFD-ID Vorstandsmitglied Dr. Thomas Fehlmann vom Euro Project Office forderte die Teilnehmer auf, die Risiken in ihren Bewertungen und Entscheidungen zu hinterfragen. Am Beispiel der unter QFD-Anwendern weit verbreiteten Priorisierungsmethode „Paarweiser Vergleich“ stellte Herr Fehlmann dar, wie Irrtümer oder Flüchtigkeitsfehler zu Inkonsistenzen in den Bewertungen führen können, die auf den ersten Blick nicht auffallen. Folge davon können Fehlentscheidungen sein. Allerdings muss bei subjektiven Bewertungen eine geringe Inkonsistenz als Unschärfe akzeptiert werden, da exakte Messwerte für die Gewichtungen nicht vorhanden sind. Die bereits in der Medizin zur Vermeidung von Fehlentscheidungen seit Langem eingesetzte Methode „AHP – Analytic Hierarchy Process“ ermöglicht es, die Konsistenz von Bewertungen zu berechnen und auszuweisen, so dass es möglich ist, die natürliche Unschärfe subjektiver Bewertungen zuzulassen, Fehlentscheidungen aufgrund zu großer Inkonsistenzen jedoch zu vermeiden. In der Teilnehmerdiskussion zeigte sich großes Interesse daran, auch QFD Bewertungen auf Konsistenz zu überprüfen.
Schließlich stellte Dr. Kai Nitsche, Black Belt bei BMW, ein QFD-Anwendungsbeispiel im größeren Rahmen von Design For Six Sigma (DFSS) vor. DFSS als Weiterentwicklung der Six Sigma Philosophie in Richtung Prävention statt Reaktion hat zum Ziel, die Erfüllung der Kundenansprüche auf der Basis einer abgesicherten Konstruktion mit der maximalen Prozesssicherheit zu gewährleisten – und fängt daher mit der Erfassung und Priorisierung der Kundenansprüche an. Die Ableitung der Kundenansprüche über mehrere Ebenen bis hin zu Prozessmerkmalen im Herstellprozess ist mit QFD möglich, wird aber nicht in jeder QFD-Anwendung durchgeführt – getreu der Leitlinie, dass Methoden nicht um ihrer selbst Willen angewendet werden, sondern um konkrete Probleme zu lösen. In der Teilnehmerdiskussion standen die Beherrschung der komplexen Aufgabe und der dafür nötige Ressourceneinsatz sowie die Software-Unterstützung im Vordergrund. Das Projekt läuft bei BMW noch weiter, und wir wünschen weiterhin viel Erfolg.
Im Teilnehmerfeedback wurden die praxisorientierten Vorträge hervorgehoben und die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches gelobt. 

3. QFD Best Practice Workshop, Wolfsburg 2010

Das QFD-ID veranstaltete am 15.06.2010 von 13:00 bis ca. 16:00 Uhr die dritte QFD Best Practice Veranstaltung in Verbindung mit einer außerordentlichen Zertifizierung. Die Veranstaltung fand mit insgesamt 34 Teilnehmern auf Einladung unseres Vorstandsmitglieds Dietmar Zander bei der Volkswagen AG in Wolfsburg statt.  

Gerhard Lichtenecker (Magna E Cars Systems) präsentierte dabei einen QFD-Ansatz zur Strukturierung von Six Sigma Projekten, wodurch er zum QFD-Moderator zertifiziert wurde. Unser langjähriger QFD-Architekt Gerd Streckfuss (IQM) stellte die Verbindung von TRIZ und QFD heraus indem er TRIZ Parameter/TRIZ Prinzipien im House of Quality aufzeigte. Schließlich stellte Stefan Schurr (Qualica) seinen Ansatz zur integrierten Ausbildung von QFD und Design for Six Sigma vor. Das Qualica QFD/DFSS Training wurde als fünftes Qualifikationskonzept im Rahmen der Zertifizierungsinitiative des QFD-ID akkreditiert und Herr Schurr damit zum insgesamt 15. (!) QFD-Architekten. Zudem begrüßen wir drei neue QFD-Förderer.    

Im Anschluss an den Workshop fand am 16.-17.06.2010 an der Autouni in Wolfsburg die Deutsche TRIZ Konferenz 2010 statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des europäischen TRIZ-Centrums.

ISQFD 2009

15. Internationales QFD Symposium

Monterrey, Mexiko

Vom 21. und 23. Oktober 2009 fand das 15. Internationale Symposium on QFD in der zweitgrößten mexikanischen Stadt Monterrey an der renommierten Hochschule Monterrey Tech statt. Die Region ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsregionen in ganz Lateinamerika und liegt landschaftlich reizvoll eingebettet in die Kordilleren. 

Die Voraussetzungen waren durch Schweinegrippe und Wirtschaftskrise nicht besonders gut. Es fanden sich dennoch 50 Teilnehmer zur der von der Escuela de Ingeniería Tecnologico de Monterrey – einer der größten Privatuniversitäten Lateinamerikas, und der Latin Amercian Association on QFD (QFDLAT) – organisierten Veranstaltung. Von den 15 Vorträgen kamen vier aus Deutschland, die anderen Beiträge stammten aus Australien, Hong Kong, Italien, Japan,Mexiko und den USA. 

Die Stärke der deutschen QFD-Community im internationalen Konzert zeigte sich in diesem Jahr durch mehrere Ehrungen: Der renommierte Akao-Preis ging dieses Jahr an Prof. Dr. Wolfram Pietsch von der FH Aachen, einem der Mitbegründer des deutschen QFD-Instituts, für seine langjährigen Verdienste um die Förderung und Weiterentwicklung von QFD. Das Stuttgarter Team um Prof. Dr. Herzwurm mit B. Krams und S. Schockert wurde für seinen Vortrag „Cultural influences on globalized QFD projects“ mit einem „Best Paper Award“ ausgezeichnet. Prof. Dr. Georg Herzwurm, Inhaber der Lehrstuhls für ABWL und Wirtschaftsinformatik II sowie Gründer und Sprecher des QFD-Institut Deutschland, wurde in das „Board of Directors“ des International Council for Quality Function Deployment (ICQFD) gewählt. Er damit neben Prof. Yoji Akao und Glenn Mazur verantwortlich für die internationale Koordination von QFD-Aktivitäten, zu denen seit diesem Jahr auch die Mitarbeit in einem ISO-Standardisierungsgremium zu QFD gehören wird.

Die Konferenz wurde mit einem Tutorial zu Hoshin Kanri, der japanischen Variante der Strategieentwicklung und –umsetzung (Policy Management) eröffnet. Die praktischenÜbungen wurden von den Teilnehmern besonders gelobt. 

Im Vortragsprogramm behandelten bemerkenswert viele Papers Problemstellungen mit Bezug zum interkulturellen Management. So berichtete Glenn Mazur in seinen beiden Keynotes über die Anwendung von QFD innerhalb der Marktforschung: einerseits als Grundlage für die Positionierung einer thailändischen Biermarke („Why we drink beer“) in England und anderen Exportländern sowie andererseits authentische „vor-Ort“-Analysen (Gemba visits) in einem multinationalen Kontext für die Positionierung von Industrieanlagen eines schwedischen Maschinenbauunternehmens. Georg Herzwurm stellte seine Forschungsergebnisse zur interkulturellen Ausgestaltung von QFD-Ansätzen vor und Wolfram Pietsch erörterte die Bedeutung ethischer Fragestellung für QFD und deren zielgerichtete Nutzung innerhalb des Produktmanagement im allgemeinen und in Zusammenhang mit QFD im Speziellen. Die besonderen Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit in internationalen Konzernen spielte auch beim Vortrag von Mitarbeitern von Volkswagen Mexico eine Rolle. Bob Hunt von der Marquire University in Australien stellte seine webgestützte Lernplattform für QFD vor, deren beachtliche internationale Nutzung in der Zukunft durch die geplante Übersetzung in Deutsch (QFDID.de) und Spanisch (QFDLAT.com) noch auf eine breitere Grundlage gestellt wird. Die Notwendigkeit der branchenspezifischen Anpassung und Erweiterung von QFD zeigte Norihari Kaneko für die besondere Service-Kultur in Japan am Beispiel von Raumpflege-Dienstleistungen in Krankenhäusern auf – hier ist die unmittelbare Nachvollziehbarkeit von Handlungsanweisungen für das Personal erfolgskritisch. Verständlichkeit ist auch für die Planung und Analyse von Experimenten für die industrielle Massenfertigung von Bedeutung. Dies zeigte Stefan Schurr, Geschäftsführer des deutschen Beratungs- und Softwarehauses Qualica, in beeindruckender Weise mit seinem Vortrag zur Kombination von QFD mit Axiomatischem Design und Design of Experiments (DoE). Für die Qualitätssicherung von Bulkware entwickelte er eine QFD-Matrix, in der Wissenstand farblich markiert und somit übersichtlich dargestellt wird. 

Von allen Teilnehmern des Symposiums wurde die angenehme Atmosphäre während der Konferenz gelobt, die sich u.a. auch durch intensive Diskussionen zu den Vorträgen zeigte. Nach nunmehr 15 Jahren ist die internationale QFD-Community in vielen Ländern etabliert, agil und innovativ sowie last not least fest international verankert.

Von links nach rechts: Herzwurm, Pietsch, Mazur, Frayre, Bosch, Bosch, Hunt

10. QFD-Symposium, Wolfsburg 2009

QFD Symposium 2009 in Wolfsburg: „Der Kunde hilft sparen!“

Die nationale QFD-Konferenz 2009 fand am 1. und 2. Oktober 2009 in Kooperation mit der Autouni in Wolfsburg statt. Das Motto lautete: „Der Kunde hilft sparen!“

Ein gutes Verständnis der Kundenanforderungen und ihrer wirtschaftlichen Umsetzung ist notwendig, um Produkte und Dienstleistungen zielgerichtet zu entwickeln, zu verbessern und zu einem vom Kunden akzeptierten Preis anzubieten. QFD stellt das Rückgrat moderner Produktentwicklungs- und Qualitätsmanagementmethoden dar. Mit der AutoUni in Wolfsburg (www.autouni.de) boten wir neben einer interessanten Fachtagung mit Beiträgen aus verschiedenen Branchen und der Forschung auch ein attraktives Rahmenprogramm.

Tutorials – Donnerstag, 1.10.2009 vormittags

9-12 Uhr: QFD-Tutorial I mit Zertifizierung (1. Stufe): Einführung in QFDG. Herzwurm / W. Pietsch – QFD-ID
9-12 Uhr: QFD-Tutorial II mit Zertifizierung (1. Stufe): SKODA AUTO und Uni – mit QFD zum Auto des Jahres 2020 J. Machan / J. Tobiska – SKODA
8:30-12 Uhr: QFD-Tutorial III: AHP und Eigenvektoren in der Sofware-QFD T. Fehlmann – Euro Project Office
9-12 Uhr: QFD-Tutorial IV: Strategic Planning with Hoshin KanriG. Mazur – Japan Business Consultants

Konferenzprogramm 1.10.2009 nachmittags

13:15 Uhr: Keynote I – Why we drink beer: Using QFD, Kansei, and AHP to Understand How Consumers identify with BrandsGlenn Mazur – QFD Institute
14:50 Uhr: Einbringen von Kundenzufriedenheitsdaten in Design und Auslegung von Fahrzeugprojekten A. Wilhelm – Volkswagen AG
15:40 Uhr: QFD in der Prozessoptimierung bei ebayA. Bellabarba, C. Rath – ebay
16:30 Uhr: Pluralismus der QFD-Ansätze – Systematischer ErklärungsversuchW. Pietsch – FH Aachen
17:20 Uhr: Verleihung des QFD-Innovationspreises 2009 – Anwendung von QFD zur Erweiterung und Neugestaltung einer geburtshilflichen Abteilung im KrankenhausVortrag der Preisträgerin: MBA Claudia Welz-Spiegel

Konferenzprogramm 2.10.2009 vormittags

8:30 Uhr: Keynote II: Usability of QFD and organisational implicationsThomas Lager – B&L Innovation AB / Grenoble Ecole de Management
9:30 Uhr: Wie QFD die Auslegung moderner Achs- und Lenkungskonzepte beeinflussen kann R. Matawa – TÜV Süd
10:20 Uhr: Vitalisierung von B2B-Beziehungen mit Success Resource Deployment D. Schneider – Kube e.V.
11:10 Uhr: Modell zur Strukturierung von Anforderungen an intralogistische Anlagen im Vorfeld einer QFDH.-A. Crosstack, S. Klute, R. Refflinghaus – Universität Dortmund
12:00 Uhr: Kundenbedürfnisse bewerten: Ist eine aussagefähige Gewichtung machbar und sinnvoll? G. Streckfuss
12:45 Uhr: Abschluss der KonferenzG. Herzwurm

Rahmenprogramm

Donnerstag 1.10.2009, 18:30 Uhr:Mitgliederversammlung des QFD-Institut Deutschland e.V.
Freitag 2.10.2009,
14:00 Uhr:
Erlebnis Autostadt – ein Instrument der Kundenbindung (S. Heumann – Volkswagen)
Freitag 2.10.2009,
15:00 Uhr:
Besichtigung der Autostadt

Veranstaltungsort 

Die Autouni befindet sich in einem attraktiven Neubau auf dem MobilLifeCampus in der Nähe der Autobahnabfahrt. Die Besucheradresse lautet MobileLifeCampus, Hermann-Münch-Str. 1, 38440 Wolfsburg.

Im Rahmen der Veranstaltung war am Nachmittag des 2.10.09 auch die Gelegenheit die Autostadt in Wolfsburg kennen zu lernen, wo sich die Marken des Volkswagen Konzerns in einer einmaligen Anlage präsentieren. Die Autostadt lädt zu einer Reise in die Welt der Mobilität ein: In einer großen Parklandschaft zeigen Ausstellungen Klassiker der Automobilgeschichte und illustrieren, warum sie in ihrer Zeit Maßstäbe setzten. Kunstwerke und Filme regen zur Auseinandersetzung an; Forschungsstationen laden zum Mitmachen ein.

2. QFD Best Practice Workshop, Lipsheim 2009

Das QFD-ID veranstaltete am 11.03.2009 von 10:00 bis ca. 18:00 Uhr die zweite QFD Best Practice Veranstaltung in Verbindung mit einer außerordentlichen Zertifizierung. Die Veranstaltung fand  auf Einladung unseres verdienten Mitgliedes Dipl.-Ing. Monika Thiess (zertifizierte QFD-Moderatorin) in den Räumen der Firma GAGGENAU (BSH Bosch) in Lipsheim bei Strassburg mit folgender Agenda statt.

10:00 M. Thiess (Gaggenau / BSH) QFD für High-End Küchengeräte
10:40 D. Zander (Volkswagen ) – Zertifizierung von QFD-Experten bei VW
11:20 L. Mautsch (Universität Stuttgart)- Einsatz von QFD in der Softwareindustrie
12:15 Mittagessen
13:15 Werksbesichtigung Gaggenau
15:00 L. Simons (TU Delft) – Extending QFD for ethical and ‚green‘ requirements
16:00 E. Mayer (MECS) – Lieferantenauswahlprozess im Outsourcing Prozess
17:00 T. Fischer (five i’s innovation) – Mehrstufiges Deployment in der Textilindustrie

Insgesamt nahmen 25 QFD-Begeisterte an der Veranstaltung teil. Die Beiträge waren sehr vielschichtig und anspruchsvoll, im Anschluss enstanden jeweils lebhafte Diskussionen. Das QFD-ID wird diese Art der Veranstaltungen insbesondere in Jahren, in den kein nationales Symposium stattfindet weiterhin veranstalten. 

1. QFD Best Practice Workshop, Aachen 2008

Das QFD-ID veranstaltete am 12.12 von 10:30 bis 13:00 Uhr in Aachen den 1. QFD Best Practice Veranstaltung in Verbindung mit einer außerordentlichen Zertifizierung.

Die Veranstaltung fand am 12. Dezember von 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr auf Einladung unseres Vorstandsmitgliedes Wolfram Pietsch in den Räumen der Fachhochschule Aachen in der Eupener Str. 70 in Raum 226 statt. 

Folgenden Mitgliedern des QFD-ID wurden zu qualifizierten Fachvortrag über eine erfolgreiche QFD-Anwendung eingeladen:

10:30 Andreas Helferich: QFD in der Weiterentwicklung von Standardsoftware im Rechenzentrumsbetrieb
11:10 Kaffeepause
11:20 Stefan Jesse: Einsatz von QFD für die Entwicklung eines Wasserzählers und eines globalen Intranets
12:00 Kaffeepause
12:10 Frank Lauter: Bewertung von Prozessverbesserungsmaßnahmen mit QFD bei T- Systems
13:00 Mittagessen in der Mensa

ISQFD 2008

14. Internationales QFD Symposium

Beijing, China

Am 25. und 26. September 2008 fand in Beijing, China, das 14. Internationale QFD Symposium stattfinden. Nachdem bereits in den vergangengen Jahren vermehrt Teilnehmer aus China auf den internationalen QFD-Konferenzen waren betrat die Internationale QFD-Community damit zum ersten Mal das Reich der Mitte.

Über 250 Teilnehmer aus 15 Ländern besuchten das vom  International Council for QFD (ICQFD) und vor Ort von der China Association for Quality (CAQ) organisierte QFD‐Symposium in Peking. Alle 60 Vorträge wurden simultan in Englisch bzw. Chinesisch übersetzt. Deutschland war mit zwei Papers der Uni Stuttgart und einem Paper der FH Aachen vertreten.  

Prof. Xiong Wei von der Zhejiang University überraschte mit einer interessanten Darstellung der Geschichte von QFD in China. Bereits in den 90er Jahren führte u. a. Prof. Akao QFD in China ein. Zahlreiche Publikationen zeugen davon, dass sich auch die Wissenschaft dort schon lange mit QFD beschäftigt. Die Zahl der Unternehmen, die QFD einsetzen, wächst ähnlich rasant wie die gesamte chinesische Wirtschaft. Dies bestätigte auch Frau Ma Lin, die Generalsekretärin der China Association for Quality (CAQ). China befindet sich im QFD‐Aufbruch und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass diese Welle weitere Schwellenländer mit sich zieht: so war u .a. eine Delegation aus Thailand anwesend.

Glenn Mazur aus den USA, der Direktor des International Council for QFD (ICQFD) spannte in seiner Eröffnungskeynote den Bogen von den klassischen 14 Management‐Prinzipien des Qualitätsmanagements von Deming zum modernen QFD. Mazur erläuterte QFD als ein chinesisches Fondue, das nur aus der Kombination der einzelnen Elemente seine volle Qualität entwickelt. Für den erfolgreichsten chinesischen QFD‐Berater, Herr Zhang Xiadong, stellte die Konsistenz des Managements als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für QFDheraus. Dabei unterschied er zwischen der horizontalen Konsistenz entlang des Deployments und der vertikalen Konsistenz hinsichtlich der verschiedenen Zielebenen der Produktentwicklung bis hin zur strategischen Planung.

Auffällig war die überdurchschnittlich hohe Anzahl der Fallstudien aus einer Vielzahl von Branchen, von der Raumfahrt über Automobilindustrie, Bau, Software bis hin zu Hochschulen und anderen Dienstleistern. Die Vorträge zeigten die fortschreitende Differenzierung und Verbreitung von QFD, weniger grundlegende methodische Innovationen: So beschäftigten sich mehrere Vorträge von Prof. Akao und seinen Schülern mit der Weiterentwicklung der Preisbestimmung. Herr Vincent Wiegel stellte die Integration moralischer Kriterien in ein Moral QFD dar. Bemerkenswert ist der Vorschlag von Prof. Lager aus Grenoble, das erste Haus als ‚Customer Understanding Matrix‘ zu bezeichnen und das zweite entsprechend als ‚Process Understanding Matrix‘ u.s.w. Prof. Pietsch erklärte die unterschiedlichen Ausprägungen von QFD, die sich in der aktuellen Diskussion um Advanced und Modern QFD niederschlagen, durch unterschiedliche Kompromisse zwischen Präzision und Vollständigkeit bei der Analyse von Produktanforderungen in verschiedenen nationalen und Unternehmenskulturen. Bob Hunt analysierte die Erfolgsfaktoren von Projekten im Allgemeinen und von QFD‐speziellen in Entwicklungsländern und stellt das enorme Potential dieses Anwendungsfeldes heraus.

Wir sind stolz auf Lars Oliver Mautsch von der Universität Stuttgart, der dieses Jahr den Nachwuchspreis – das Akao Scholarship ‐ nach Deutschland holte und dessen Vortrag auf großes Interesse stieß. Lars Oliver Mautsch, Absolvent des gemeinsamen Master‐Studiengangs Wirtschaftsinformatik der Universitäten Stuttgart und Hohenheim, erhält den mit 2.000 US‐Dollar dotierten Preis für seine Masterarbeit. In dieser Arbeit entwickelte er am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II der Uni Stuttgart eine Erweiterung der Methode für die Konstruktion von betrieblichen Informationssystemen mittels service‐orientierter Architekturen und Software‐Produktlinien. Die Jury lobte v. a. die Anwendung von QFD zur Unterstützung der Identifikation von Services, auf deren Basis an service‐orientierten Architekturen ausgerichtete Softwareproduktlinien entwickelt werden. Der Akao‐Preis ging dieses Jahr an den japanischen Wissenschaftler Prof. Akira Takayanagi.

Bosch, Tamayo‐Enríquez, Akao, Mazur, Lin, Herzwurm
Lars Oliver Mautsch, Akao Scholarship Preisträger 2008

9. QFD-Symposium, Kassel 2007

QFD Symposium 2007 in Kassel

Das nationale QFD Symposium 2007 fand am 5. und 6. Dezember 2007 in Kassel statt. Es wurde veranstaltet vom QFD Institut Deutschland e. V. in Zusammenarbeit mit der IHK-Innovationsberatung Hessen. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie vielschichtig QFD in der tatsächlichen Anwendung ist. Ganz im Sinne von Akao resümierten die Teilnehmer, dass „jeder Anwendungsfall ein individuelles QFD-Vorgehen erfordert.“

Das diesjährige nationale QFD-Symposium begann am ersten Tag mit zwei QFD-Tutorials. Dietmar Zander von Volkswagen Deutschland, zertifizierter QFD-Architekt, bot ein Tutorial für QFD-Anfänger mit der Zertifizierungsmöglichkeit zur erste Stufe (QFD-Förderer) an.* U. a. am praktischen Beispiel von Kfz-Aussenspiegeln wurde detailliert in die QFD-Methode eingeführt.  Prof. Dr. H.-A. Crostack und sein Team von der Universität Dortmund widmeten sich im parallelen Fortgeschrittenen-Tutorial den Einsatzmöglichkeiten von QFD in der innerbetrieblichen Logistik. Dabei standen insbesondere die frühen Phasen der Erhebung, Formulierung, Strukturierung und Gewichtung von Kundenanforderungen im Mittelpunkt. Die Tutorials waren mit insgesamt ca. 20 Teilnehmern gut besucht.  

Am zweiten Tag – dem eigentlichen Symposiumstag – wurden insgesamt acht Vorträge vor insgesamt 44 Teilnehmern präsentiert. Gerd Streckfuss (QFD-Architekt) referierte über die Bedeutung der Funktionen im QFD-Deployment. Obwohl sie z. B. im 4-Phasen-Modell nach ASI nicht auftauchen sind sie für die Produktentwicklung gerade im konsistenten Zusammenspiel mit Kundenanforderungen und Qualitätsmerkmalen sehr wichtig. Jutta Saatweber (QFD-Architekt) und Mareen Lutter stellten danach eine innovative Produktentwicklung mit QFD im Rahmen der Hochschulausbildung vor.

Im Anschluss daran vertieften drei Referenten des Volkswagen Konzerns höchst unterschiedliche Anwendungen von QFD in der Automobilbranche. Jaromir Tobiska von Skoda (QFD-Moderator) stellte eine den Einsatz von QFD in der Vorentwicklungsphase für den Geometrievorschlag eines Interiuercockpits vor. Miguel Castillo Orea von VW Mexiko (QFD-Moderator) präsentierte eine innovative Verbindung von QFD und TRIZ (Theory of inventive problem solving) zur Aufdeckung (nicht zur Beseitigung!) von Widersprüchen in sehr frühen Phasen der Produktentwicklung. Dominic Seibert (QFD-Moderator) wiederum verband QFD mit der Methode „Lautes Denken“ im Rahmen der Konzeptentwicklung von Multifunktionsmodulen bei SEAT.

Höhepunkt des Symposiums war sicherlich der Auftritt von „internationalen Stimme von QFD“ Glenn Mazur, dem Executive Director des QFD Institute (und auch QFD-Architekt). Er stellte eine Anwendung von QFD zur Planung und Entwicklung eine Straßenbauprojekts der öffentlichen Hand vor, in dem ausgehend von den drei wichtigsten Projektzielen die wichtigsten Kundengruppen gefunden wurden, die wiederum die bedeutendsten Anforderungen (promises/commitments) identifizierten. Glenn Mazur betonte dabei insbesondere die Bedeutung des „going to the gemba“, dem Ort, wo die zu entwickelnden Produkte tatsächlich genutzt werden sowie die Wichtigkeit einer sauberen Priorisierung z. B. mittels des Analytic Hirarchy Process (AHP). 

Thomas Fischer legte im Anschluss die Anwendung von QFD innerhalb der textilen Wertschöpfungskette dar. Dabei ist eine Integration der Phasen und Stufen der Wertschöpfung nötig, um mögliche verschiedene, aber voneinander abhängige Varianten zu bewerten. Thomas Fehlmann (QFD-Architekt) zeigte abschließend die Bedeutung von QFD im Rahmen von (Software) Six Sigma auf und stellte dabei einen interessanten Weg zur (mathematischen) Matrixinterpretation vor. Den Abschluss bildete die Verleihung des QFD Innovationspreises 2007 an Luuk Simons, der kurz seine Arbeit zum multi-channel QFD vorstellte. Im Anschluss an das Symposium, am 7. und 8.12.07, bot Glenn Mazur ebenfalls in Kassel dann noch einen Green Belt® Kurs an (in englischer Sprache), welcher der zweiten Stufe des QFD-ID (QFD-Anwender) entspricht. Weitere Informationen dazu unter finden Sie auf den Web-Seiten des QFD Instituts.

Auch die Teilnehmer dieses Symposiums lobten vor allem die persönliche, konstruktive Atmosphäre und die praxisbezogenen Vorträge. Um zukünftig den Lernerfolg für jeden Teilnehmer weiter zu erhöhen, sollen – soweit möglich d. h. Daten zugänglich sind – noch mehr Praxisbeispiele in noch größerer Tiefe präsentiert werden. » Kundenzufriedenheitsanalyse 

Einen englischsprachigen Bericht zum QFD Symposium 2007 von Glenn Mazur können Sie hier einsehen.



Zusammengefasst umfasste das Symposium folgende Vorträge:

•  Die Bedeutung der Funktionen im QFD Deployment (Gerd Streckfuss, QFD-Architekt)

• Fallstudien zu QFD (Jutta Saatweber, qconsult Saatweber)

•  QFD in der konzeptionellen Phase der Produktentwicklung (Jaroslav Machan, Jaromir Tobiska, Skoda, QFD-Moderatoren)

•  Verknüpfung von QFD und TRIZ (Miguel Castillo Orea, VW Mexico, QFD-Moderator)

•  Die Methode “Lautes Denken” und QFD in der Konzeptentwicklung von Multifunktionsmodulen bei SEAT (Dominic Seibert, SEAT, QFD-Moderator)

•  KEYNOTE: QFD for Prioritizing Citizen Input for Civil Construction Projects (Glenn Mazur, QFD Institute, QFD-Architekt)

•  QFD für die textile Wertschöpfungskette (Thomas Fischer, ITV Denkendorf)

•  QFD für Software Six Sigma (Thomas Fehlmann, Euro Project Office, QFD-Architekt)

Der Flyer und der Call for Paper zum nationalen QFD Symposium 2007 sind noch zum Download verfügbar.

* Für die Teilnahme am Tutorial gibt es keine besonderen Voraussetzungen, für eine Zertifizierung ist jedoch die Mitgliedschaft im QFD-Institut erforderlich. Weitere Informationen zum Zertifizierungsprogramm des QFD-ID finden Sie hier.

ISQFD 2007

13. Internationales QFD Symposium

Williamsburg, Virginia, USA

Am 7. und 8. September 2007 fand in Williamsburg, Virginia, USA das 13. Internationale QFD Symposium (in Verbindung mit dem 19. nordamerikanischen Symposium) statt. Organisiert wurde es vom QFD Institute und dem International Council for QFD (ICQFD). Insgesamt umfasste das Programm 2 Tutorials, 3 Keynotes und 24 Fallstudien bzw. Forschungsbeiträge zu QFD aus insgesamt acht verschiedenen Ländern. 

Einer der Höhepunkte war dabei sicherlich die Keynote von Thomas L. Saaty, dem Erfinder des Analytic Hierachy Process (AHP), das innerhalb von QFD insb. zur Bewertung der Kundenanforderungen eingesetzt werden kann. Saaty wurde im Rahmen des Symposiums auch der Akao-Prize verliehen. Mit insgesamt 4 Beiträgen – u. a. zum neuen QFD-Wiki des QFD-ID – war Deutschland auch zahlenmäßig sehr gut vertreten. Einen Abstract zu allen Beiträgen können Sie auf den Seiten des amerikanischen QFD Institute einsehen, genauso wie einige Bilder vom Event.