5. QFD Symposium, Stuttgart 2000

QFD in der Praxis

Stuttgart – Am 28. und 29. September 2000 veranstaltete das QFD-Institut Deutschland e.V. in Stuttgart das fünfte QFD Symposium. Vor mehr als 40 Teilnehmern aus allen Branchen hielten acht Referenten Vorträge über die Erfahrungen beim Einsatz von QFD. Höhepunkt war zweifelsohne die Anwesenheit von Professor Akao aus Japan, dem Begründer der Methode QFD.

Zu Beginn des Symposiums wurden den Teilnehmern drei Tutorials angeboten:
„QFD-TQM-EFQM“ mit Frau Saatweber, „Advanced QFD mit TRIZ“ mit G.Streckfuss /Dr.R.Herb und Professor Akao (Japan) mit dem Thema: „Method to set up planed quality and price“.

Die Vortragsreihe begann mit einem Beitrag aus einer für viele Teilnehmer ungewöhnlichen Perspektive: QFD in beziehungsorientierten Dienstleistungen. H. Rehn berichtete aus QFD Projekten der Caritas Mainz, die die ganze Bandbreite einer QFD Anwendung bei Dienstleistungen aufzeigte. Es folgte der Beitrag von H. Hefner, Fa. Temic, über die Quantifizierung von Verbesserungsbeiträgen bei der Definition von Qualitätszielen im Rahmen von EFQM.

Am späten Nachmittag wurde der vom QFD Institut gestiftete QFD Innovationspreises 2000 für herausragende Arbeiten an Hochschulen zum Thema QFD verliehen. Den ersten Preis erhielt Andreas Hartmann für die an der Universität Dortmund verfasste Diplomarbeit „Entwicklung und teilweise Implementierung eines Konzeptes zur Verknüpfung der QM-Methoden QFD und FMEA“. Den zweiten Preis erhielt Harald Schlang, Universität zu Köln, für die Diplomarbeit: „Softwareprozessverbesserung mittels QFD. Entwicklung und Erprobung einer Vorgehensweise an Hand einer Fallstudie bei SAP“. Den dritten Platz belegte Volker Zimmermann mit seiner Dissertation (Universität Kaiserslautern) „QFD im Entwicklungsprozess“. Die Preisträger stellten ihre Arbeiten kurz vor und erläuterten ihre Ergebnisse. Die „offizielle“ Preisverleihung fand während des Abendessens statt und wurde durch Prof. Akao vorgenommen. Vor Beginn des Abendessens erhielt Professor Akao das offizielle T-Shirt des QFD Instituts. Es war zuvor von den Vorstandsmitgliedern des Instituts signiert worden (siehe Foto unten).

Der zweiten Tag begann mit dem mit Spannung erwarteten Hauptvortrag von Prof. Akao. Titel des Vortrages: „History und Future of QFD“. Dabei wurden die Entstehung und Weiterentwicklung der Methode detailliert beschrieben und ein Ausblick auf die zukünftige Gestaltung gegeben (siehe Foto unten).

Frau Dr. Kosche (Fa. Electrolux) erläuterte an einem Praxisbeispiel die Verknüpfung von QFD und FMEA in ihrem Unternehmen. Anschließend berichtete Frau Ulrike Dowie (Infineon AG) über die Qualitätsplanung bei E-Commerce Anwendungen mit Continuous QFD.

Nach der Mittagspause wurde von H. Lars Schubert (Delta GmbH) ein virtuelles Prozessmanagement vorgestellt. Anschließend berichtete H. Bartsch (E-Plus) über den Einsatz von QFD bei der Softwareentwicklung und Evaluierung. Rihda Aizis, ein 16-jähriger Schüler, der im Landesjugendwettbewerb „Jugend forscht“ einen Preis gewonnen hat, erläuterte die Vorgehensweise, wie er QFD eingesetzt hat, um einen Roboter für die Reinigung von Glasflächen auf schrägen Dachflächen zu entwickeln. Frau Cincia Ciuffolini von der TÜV Akademie GmbH, München, berichtete über die Erfahrungen des Pilotprojektes „QFD Online lernen“. Dies ist ein neuer Ansatz für die Aus- und Weiterbildung mit Hilfe des Internet.

Auf dem QFD Software Forum stellten die beiden Softwarehersteller, ITI und Qualica, ihre Produkte QFD Capture bzw. Qualica QFD vor und erläuterten die neuen Features In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Anwendung der verschiedenen Softwarepakete erläutert, unter anderem auch MS Excel. Übereinstimmend wurde berichtet, daß eine qualifizierte Software die Anwendung von QFD erheblich erleichtert. Die Firma ITI verloste an beiden Tagen an die Teilnehmer jeweils zwei Lizenzen ihres QFD Anwendungspaketes „QFD Capture“.

Weitere Informationen zum fünften Symposium:
» Kurzbeiträge der Tutorials und Vorträge
» Ergebnisse der Teilnehmerbefragung als PDF-Dokument
» QFD Innovationspreis 2000