KI und QFD haben einen gemeinsamen Ursprung: das Perzeptron, eine Sammlung von Ischikawa-Fischgräten-Diagrammen, die in problemspezifischer Weise Abhängigkeiten beschreiben. Das Perzeptron war ein einfaches Modell dafür, wie neuronale Netze Informationen verarbeiten. Das ursprüngliche Perzeptron erwies sich als viel zu klein, um mit natürlichem Denken konkurrieren zu können, aber gut genug, um Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen Kundenbedürfnissen und technischen Eigenschaften zu untersuchen.
Im Gegensatz zum Perzeptron wurde QFD in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem mächtigen Werkzeug. Es ermöglichte Expertenteams, die sich in dem jeweiligen Bereich auskannten, die Ursachen für den Markterfolg eines Produkts zu identifizieren und Produkte gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

Im 21. Jahrhundert haben sich jedoch die Präferenzen geändert, und die Menschen legen mehr Wert auf soziale Stellung und Ansehen als auf den tatsächlichen Nutzen. Das Sammeln von Big Data, die von noch größeren Perzeptronen – sogenannten Large Language Models (LLM) – verarbeitet werden können, ersetzt zumindest teilweise die frühere QFD-Ursache-Wirkungs-Analyse. Bei ausreichender Datenmenge scheint das einzige verbleibende relevante Kriterium die Akzeptanz durch eine ausreichende Anzahl von Menschen zu sein.
Dies funktioniert jedoch nur teilweise. Die Erwartungen an zukünftige Gewinne decken nur teilweise die heutigen realen Kosten, und die berühmte KI, die diese Big-Data-Sammlungen verarbeiten soll, halluziniert leider. Dies geschieht, weil die KI keine Fachkompetenz zum aktuellen Geschäftsbereich hat. Daher stellt sich die Frage, ob wir nicht das Beste aus beiden Seiten nehmen und die KI durch eine fundierte Ursache-Wirkungs-Analyse mit QFD ergänzen können. In diesem Webinar geht es um erfolgreiche Fälle, aber auch um grosse Hindernisse, die eine solche gemeinsame Arbeit erschweren. Wir geben aber Hinweise, wie solche Hindernisse überwunden werden können.
Zeit: Montag, 23.3.2026 von 13:00 bis 14:30 Uhr. Referent: Dr. Thomas Fehlmann, freiberuflicher Unternehmer, Six Sigma Experte und Forscher. Bei Interesse an der Teilnahme und Fragen wenden Sie sich bitte an Sixten Schockert.
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und eine rege Diskussion!
