Im Rahmen der Weiterentwicklung der Normenreihe ISO 16355 liegen derzeit zwei Entwürfe mit besonderer Relevanz für die Anwendung von Quality Function Deployment (QFD) vor.
ISO/DTR 16355-9 („Unified Case Study applying QFD to hardware, service, software, and hybrid products“) stellt eine vereinheitlichte Fallstudie bereit, die zeigt, wie QFD-Methoden auf unterschiedliche Produktarten angewendet werden können. Der Entwurf dient als praxisorientierte Ergänzung zu den bestehenden Normteilen 1 bis 8 und soll deren Anwendung anhand eines durchgängigen Beispiels verdeutlichen.

Der zweite Entwurf, ISO/TS 16355-10 („Guidance for Systems Development & Engineering Approaches to support QFD“), befasst sich mit der Erweiterung von QFD durch Konzepte des Systems Thinking und des Systems Engineering. Insbesondere werden Bezüge zur Norm ISO/IEC/IEEE 15288:2023 hergestellt. Ziel ist es, QFD auch für komplexe Systeme nutzbar zu machen, die Hardware, Software, Dienstleistungen und menschliche Aktivitäten integrieren. Die Projektleitung liegt bei Dr. Kim Stansfield (UK) und Risa Hasegawa (JISC).
Unser Vorstandsmitglied Prof. Dr. Georg Herzwurm wird in beiden Projekten mitwirken und das QFD-ID vertreten.
